BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


8. Dezember 2008

BUND-Aktion in der Stader Altstadt: Gelbe Karten für Klimasünder

Stade. Zum Klima-Aktions-Tag am 6. Dez. 2008 hatte sich die BUND Kreisgruppe Stade etwas besonderes einfallen lassen. Die Aktion „Gelbe Karte für Häuser mit offenen Eingangstüren“. „Unseren Mitgliedern war aufgefallen, dass viele Geschäfte in der Stadt Stade auch in der kalten Jahreszeit ihre Eingangstüren sperrangelweit offen halten – bei laufender Heizung“, so Monika Niemeyer von der BUND-Kreisgruppe. Solche Praxis läuft den Anstrengungen zum Klimaschutz entgegen. Deshalb haben die BUNDler am Klima-Aktions-Tag in der Stader Innenstadt Gelbe Karten als Mahnung an die Stader Geschäftsleute verteilt, damit sie künftig sorgsamer mit dem Energieverbrauch  umgehen. Mehr »

2. Dezember 2008

Runder Tisch für Kohlekraftwerk lehnt die BUND-Kreisgruppe Stade ab

Stade. E-ON Kraftwerke hat die BUND-Kreisgruppe Stade zu Ihrem Kraftwerksforum eingeladen und will an einem runden Tisch Lösungen für ihre Kohlekraftwerksplanungen erarbeiten zu lassen. Der BUND Kreisgruppe Stade bleibt bei der Ablehnung eines Gesprächs, dessen Ziel es ist, mögliche Wege und Kompromisse zum Bau eines Kohlekraftwerkes aufzuzeigen. „In keiner Weise wollen wir dazu beitragen, eine Erleichterung dieses Ziels zu erreichen“, so der BUND in seinem Antwortschreiben. „Wir lehnen weiterhin jeglichen Bau von Kohlekraftwerken ab, weil die enormen CO2-Emissionen vor dem Hintergrund des schon begonnenen Klimawandels nicht zu verantworten sind. Mehr »

21. November 2008

Fackeln für die Elbe - Lichter gegen Elbvertiefungen von Dresden bis Cuxhaven

Stade. Für Sonnabend, den 29. November 2008, ab 16 Uhr. einen Tag vor dem 1. Advent, ruft der BUND zusammen mit einem breiten Bündnis zur Aktion "Fackeln für die Elbe" auf. Treffpunkt ist der Fähranleger in Lühe.  Im Januar 2008 setzten rund 15.000 Menschen von Dresden bis Cuxhaven mit ihren Lichtern ein Zeichen an den Ufern der Elbe - gegen die Vertiefung der Elbe und andere unsinnige Verkehrsprojekte. Eine einzigartige Flusslandschaft droht Stück für Stück verloren zu gehen. Auch in diesem Jahr wurden an den Ufern der Elbe massive Steinschüttungen vorgenommen und der Fluss wurde weiter eingeengt. Die Vertiefung der Tideelbe wird weiter verfolgt. Dagegen wollen Elbanlieger in den Städten und Gemeinden entlang des Stromes protestieren.

7. November 2008

Ein Pseudo-Dialog ist nicht gewünscht - gemeinsamer offener Brief an E.on

Stade. In einem gemeinsamen offenen Brief an E.on lehnt die BUND-Kreisgruppe mit den Bürgerinitiativen Gespräche mit IFOK ab, da aus Klimaschutzgründen kein weiteres Kohlekraftwerk zu verantworten ist. E.on hat die Firma IFOK beauftragt, ein Beratungsunternehmen der Kommunikationsbranche, die Diskussion um das Kohlekraftwerk zu begleiten. „Wir sind nicht bereit, als Garnierung der E.on-Kommunikation zu dienen, sondern an einem direkten Dialog mit E.on interessiert“, schreiben sie in der gemeinsamen Erklärung. E.on soll sich nicht hinter der Beratungsfirma IFOK verstecken, sondern sich selber direkt dem Dialog strellen, so wie es doch in der Podiumsdiskussion am 28. August 2008 im Hollerner Hof vielversprechend begonnen hat. Mehr »

8. Dezember 2008

Umfangreiche Stellungnahme des BUND zur Hafenerweiterung in Stade-Bützfleth

Stade. Auf fünf beachtliche Seiten kommt die BUND-Kreisgruppe Stade in ihrer Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren für die Hafenerweiterung in Stade-Bützfleth durch die Niedersachsen Ports. „Der BUND fordert die Genehmigungsbehörde auf, den Antrag auf Planfeststellung als nicht genehmigungsfähig zurückzuweisen und aus Gründen des überwiegenden Allgemeinwohls den nachhaltigen Schutz der FFH-Gebiete zu betreiben“, so ist das Fazit der Kreisgruppe Stade. Die Stellungnahme befasst sich sehr ausführlich mit der Hafenerweiterung. Dabei verliert der BUND in seinem fundierten Papier auch nicht die Gesamtbetrachtung aller geplanten Vorhaben im Industriegebiet Stade-Bützfleth, die in der Summe gravierende Auswirkungen auf Mensch und Natur nach sich ziehen.  Mehr »

20. Juni 2008

Neubau von Großkraftwerken nicht nur umweltpolitisch verfehlt, sondern auch energiewirtschaftlich und technologisch für überholt

Herr Dr. Hermann Scheer, Bundestagsabgeordneter der SPD, Träger des Alternativen Nobelpreises und Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien, kam am Dienstag, 1. Juli 2008, auf Einladung des BUND nach Stade
Stade. Dr. Scheer sprach im Königsmarcksaal des Stader Rathauses zum Thema „Stromversorgung ohne Großkraftwerke“. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Monika Niemeyer, Organisatorin der Veranstaltung, freute sich sehr, dass der Träger des Alternativen Nobelpreises Dr. Scheer die Einladung des BUND annahm.
Dr. Scheer hält den Neubau von Großkraftwerken nicht nur umweltpolitisch für verfehlt, sondern auch energiewirtschaftlich und technologisch für überholt. Er zeigte in seinem Vortrag auf, dass angesichts des umfassenden natürlichen Potentials erneuerbarer Energien, der sprunghaften technologischen Entwicklung für dezentrale Energieversorgung und der weltweiten Preissteigerungen für fossile Brennstoffe der Ausbau erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung massiv beschleunigt und ausgeweitet werden kann. „Jede Investition in neue Großkraftwerke, die 40 Jahre Laufzeit beansprucht, droht zur Investitionsruine zu werden“, so Dr. Scheer am Abend.

7. Juni 2008

Electrabel-Gutachten offenbaren massive Mängel im Erörterungstermin Kohlekraftwerk Stade-Bützfleth.

BI-Bützfleth und BUND fordern Überarbeitung und Neuauslegung
Stade. Massive fachliche und methodische Mängel in den Planunterlagen haben sich nach Einschätzung der Bürgerinitiative Bützfleth und der Landesverbände Niedersachsen und Hamburg des BUND im Verlauf des viertägigen Erörterungstermins (vom Montag, d. 2. Juni bis Donnerstag, d. 5. Juni 2008) nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) zum geplanten Bau des Kohlekraftwerkes der Firma Electrabel am Standort Stade-Bützfleth offenbart. Das geplante Kraftwerk an der Elbe ist aus Sicht des BUND ein gigantischer Klimakiller. Die Energieeffizienz ist nicht Stand der Technik, da keine Kraftwärmekopplung vorgesehen ist. „Dass nun auch bei den entscheidenden Fragen der Umweltverträglichkeit des Kraftwerkes massive Kenntnislücken auftauchen, belegt, dass sich das Unternehmen Electrabel weder um den Klimaschutz sorgt, noch den Schutz der Elbe und der Anwohner ernst nimmt“, so Monika Niemeyer von der BUND-Kreisgruppe in Stade.

29. April 2008

BUND und NABU: Stader Appell - Neubau von Kohlekraftwerken ist unvereinbar mit unserer Verantwortung für den Klimaschutz. Offener Brief an den Bürgermeister

Stade.  Die BUND-Kreisgruppe und der NABU Kreisverband Stade sind in großer Sorge um die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.
Wir haben mit Bestürzung bei der Einwohnerversammlung in Stade-Bützfleth vernommen, dass für die Genehmigung eines Kohlekraftwerks Aspekte des Klimaschutzes praktisch keine Rolle spielen. Hinsichtlich der Schadstoffemissionen wurde deutlich, dass an dem Standort Stade drei und mehr Kohlekraftwerke möglich sind. Auch die Ökologie der Elbe hat bei dem Genehmigungsverfahren kaum eine Bedeutung. Wir vertreten gemeinsam mit vielen Fachleuten die Auffassung, dass der Neubau von Kohlekraftwerken unvereinbar ist mit unserer Verantwortung für den Klimaschutz. Wir weisen entschieden die interessengebundenen und anders lautenden Behauptungen der Firma Electrabel zurück. Mehr »

22. März 2008

Es gibt keine „Stromlücke“ - Der BUND legt Klimafakten vor

Es gibt keine „Stromlücke“ … wenn riskante Atomkraftwerke abgeschaltet und keine neuen klimaschädlichen Kohlekraftwerke gebaut werden. Worum geht es? Die großen Energiekonzerne in Deutschland setzen weiter auf die Technik von gestern: Sie wollen die Laufzeiten ausgerechnet der ältesten und gefährlichsten Atomkraftwerke verlängern und planen den Neubau von über 25 klimaschädlichen Kohlekraftwerken. Damit wollen sie ihre Marktmacht, die auf großen zentralen Kraftwerken basiert, zementieren. Der BUND ist der Auffassung, dass aus Sicherheitsgründen schnell aus der Atomkraft ausgestiegen werden muss und der AKW-Strom problemlos von den erneuerbaren Energien ersetzt werden kann. Die geplanten neuen Kohlekraftwerke machen mittelfristig Klimaschutz in Deutschland unmöglich und führen auch kurzfristig zu einem Anstieg der Klimagase. Mehr »

22. März 2008

Kohlekraftwerke sind klimapolitisch nicht hinnehmbar

Wischhafen.  Bündnis norddeutscher Bürgerinitiativen der geplanten Kohlekraftwerksstandorte trafen sich in Wischhafen (Landkreis Stade).
„Die ungezügelten Pläne zum Bau zahlreicher Kohlekraftwerke sind klimapolitisch nicht hinnehmbar. Alle Bemühungen der Betreiber, Kohlekraftwerke schön zu reden, sind unredlich“, das ist einhellige Meinung des Bündnisses norddeutscher Bürgerinitiativen gegen Kohlekraftwerke. Am Samstag trafen sich im Landgasthof Sieb, Wischhafen-Wolfsbrucher Moor (Landkreis Stade) erneut an die 20 Vertreter von Bürgerinitiativen aus allen potentiellen Standorten neuer Kohlekraftwerke an der Nordseeküste. Trotz Sturmtief „Emma“ ließen sich die Teilnehmer nicht davon abhalten, von Hamburg-Moorburg über Brunsbüttel bis Dörpen (Landkreis Emsland) in den Landkreis Stade zu reisen. rksprojekt im Emsland und zeigte, dass eine große Zahl von Bürgern vor Ort Kohlekraftwerke ablehnen. Mehr »

10. April 2008

Elbvertiefung: BUND und Regionales Bündnis kritisieren die Hafenwirtschaft

Altes Land. Das Regionale Bündnis gegen Elbvertiefung und der BUND haben Kritik an der Hamburger Hafen und Lagerhaus AG (HHLA) und dem Unternehmensverband Hafen Hamburg geäußert – und „bewusste Manipulation“ von Öffentlichkeit und Politik vorgeworfen. Denn bei einem Verzicht drohe keinesfalls eine Ladungsumlenkung über Rotterdam, so Manfred Braasch vom BUND; das gehe sogar aus einem Gutachten des Projektbüros Fahrrinnenanpassung hervor. Wir sprechen dem Hafen weder Bedeutung noch Existenzberechtigung ab“, sagt Walter Rademacher vom Bündnis, „was wir kritisieren, ist gezielte Täuschung von Öffentlichkeit und Politik.“ Weder ökonomisch noch ökologisch sei die Vertiefung zu begründen.

Quelle: http://www.bund-stade.de/aktuell/archiv_2008/