„Ist Kolumbiens schmutzige Kohle bald auch in Stade?“, so lautet das Thema eines Informationsabends mit Vortrag und Diskussion am Montag, den 29.11.2010 um 19.30 Uhr, im Gemeindehaus der Ev.-Luth. Markuskirche in Stade-Hahle, Lerchenweg 10. Zu diesem Abend lädt ein breites Klimabündnis ein: die BUND Kreisgruppe Stade, die Klima-Allianz, die FIAN Deutschland e.V. (FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk), die Informationswerkstatt Eine Welt e.V. und die Bürgerinitiative Stade - Altes Land Pro erneuerbare Energien - Kontra Kohlekraftwerke.
Kolumbien ist mittlerweile der zweitgrößte Steinkohlelieferant für Deutschlands Kraftwerke. Die Menschen werden für die riesigen Steinkohletagebaue vertrieben, die Umwelt zerstört, die Rechte indigener Gemeinschaften ignoriert, gewerkschaftliche Organisation der Arbeiterinnen und Arbeiter be- oder gar verhindert. Während internationale Konzerne Milliardengewinne erwirtschaften, müssen die Menschen in der Region hilflos mit ansehen, wie immer größere Flächen fruchtbaren Landes dem Bergbau zum Opfer fallen. Dazu kommen die Folgen des Klimawandels, die weltweit Menschenleben kosten und Leiden verursachen. Den deutschen Stromkunden bleiben die Schattenseiten dieser Entwicklung bislang weitgehend verborgen. Durch den Neubau zahlreicher Kraftwerke – wie die beiden Kohlekraftwerke in Stade - und dem Auslaufen der deutschen Steinkohlesubventionen wird sich die Situation weiter zuspitzen. Kolumbien ist ein strategisch wichtiger Partner für die deutsche Energiewirtschaft, die weiter auf klimaschädigende Kohleverbrennung statt auf Erneuerbare Energien setzt.