Amphibienschutz in Stade-Ottenbeck

Jedes Jahr sterben zur Laichzeit zahlreiche Amphibien auf den Straßen. Dies war in der Vergangenheit auch immer wieder in Stade-Ottenbeck der Fall. Im Frühjahr 2010 wurde hier in Zusammenarbeit mit der Stadt Stade ein Amphibienzaun aufgestellt, der von der BUND-Kreisgruppe und von Anwohnern betreut wurde.

Schon ab März wandern die Frühlaicher unter den Amphibien, zu denen auch die am Zaun gefundene Erdkröte gehört,  bei entsprechenden Witterungsverhältnissen von ihren Überwinterungsquartieren in die Laichgewässer. Erdkröten können dabei Strecken von bis zu 2.200 m zurücklegen. Bei Temperaturen über 6°C und ausreichenden Niederschlägen kommt es innerhalb kurzer Zeit zu Massenwanderungen. Werden zu diesem Zeitpunkt die Straßen befahren, können schon wenige Fahrzeuge einen großen Teil der Population vernichten. Der Zaun leitet die Tiere in Fangeimer, so dass sie in der Nähe des Laichgewässers sicher wieder ausgesetzt werden können.
Interessierte, die ehrenamtlich an solchen, auch für das nächste Jahr geplanten Aktionen mitwirken möchten, können sich unter 04141/ 63333 melden.

Nackt und nass und manchmal quakt´s

Großaufnahme eines Frosches
Foto: W. Willner

Wer kennt sie nicht, diese Verwandlungskünstler: Sowohl im Wasser als auch an Land sind sie zu Hause, und manche machen sich durch lautes Quaken bemerkbar.

Frösche, Kröten und Unken, Molche und Salamander gehören zur faszinierenden Welt der Amphibien, auch Lurche genannt. Insgesamt gibt es 21 heimische Arten.
Vor allem während der Laichzeiten sind die Lurche in Gefahr: Jedes Jahr werden Tausende Kröten und Frösche während ihrer Wanderungen Opfer des Straßenverkehrs.

Aber nicht nur der Verkehr bedroht die Amphibien: Noch problematischer ist die Zerstörung von Lebensräumen und Laichgewässern und die zunehmend eintönige Landschaft. Denn die Lurche können langfristig nur überleben, wenn ihre Lebensräume erhalten bleiben. Der Alpen-Kammmolch und die Rotbauchunke sind unmittelbar vom Aussterben bedroht, mancherorts sogar schon verschwunden. Viele andere Populationen sind bedenklich zurückgegangen. Wie stark die verschiedenen Arten bedroht sind, belegt die Rote Liste.



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