16. Mai 2013

Abenteuer Faltertage 2013: BUND ruft im Landkreis Stade zur großen Falterzählung auf

Auch in diesem Jahr ruft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) zur bundesweiten Schmetterlingszählung auf. Gezählt werden soll auch im Landkreis Stade und zwar noch bis zum 31. Oktober.
Im Rahmen der Aktion „Abenteuer Faltertage" sammelt der BUND Informationen zum Bestand von zehn noch weit verbreiteten Schmetterlingsarten. Gleichzeitig soll auch auf die Bedrohung der Falter hingewiesen und die Öffentlichkeit für den Naturschutz sensibilisiert werden.

Inzwischen stehe ein Großteil der heimischen Falter auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. „Nur etwa einem Fünftel der heimischen Schmetterlingsarten in Deutschland geht es noch richtig gut. Unsere Schmetterlinge leiden deutlich unter der industriellen Land- und Forstwirtschaft mit ihrem massiven Einsatz von Pestiziden, der Zersiedelung der Landschaft und dem Verlust ihrer Lebensräume“, erläutert Monika Niemeyer von der BUND Kreisgruppe Stade.

Beim „Abenteuer Faltertage“ können die Teilnehmer per Zählbögen ihre Beobachtungen melden. Unter www.bund.net/faltertage steht der bebilderte Zählbogen zum Download bereit. Die gesammelten Daten werden am Ende der Saison ausgewertet und mit den Vorjahreszahlen verglichen.

Neben der Teilnahme an der Schmetterlingszählung gibt es noch viele Möglichkeiten, etwas für den Natur- und Schmetterlingsschutz zu tun. „Wer im eigenen Garten auf Pestizide verzichtet und schmetterlingsfreundliche, sprich heimische, Blumen pflanzt, der kann kleine Schmetterlingsoasen entstehen lassen“, so Niemeyer. Die Blumen sollten am besten in torffreier Blumenerde wachsen – denn für die Torfproduktion würden Moore zerstört, die wiederum Heimat vieler Schmetterlinge und anderer Tier- und Pflanzenarten seien.

Den Zählbogen und ein Informationsheft bekommen Sie beim BUND, Am Bohrfeld 8 in Stade, Telefon 04141/63333, während der Büro-Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 14 bis 17 Uhr oder Sie bestellen telefonisch unter 030/ 275 86 442 und im Internet unter www.bund.net/faltertage.

Informationsmaterialien für Teilnehmer, Fotos von Schmetterlingen und Logos zum Abenteuer Faltertage im Internet unter www.bund.net/faltertage sowie zum Download unter:  http://www.bund.net/bundnet/presse/bild_und_ton/aktionen/

10. Januar 2013

Die Gewinner des Imkerwettbewerbs stehen fest

Zum Foto: Fotografin Tanja Jürs

Unter dem Motto „Bienen sind Leben“ haben der Umweltfonds der Kreissparkasse Stade, die BUND- Kreisgruppe Stade und der Kreis-Imkerverein Stade eine gemeinsame Aktion mit auf dem Weg gebracht. Alle BürgerInnen aus dem Geschäftsbereich der Kreissparkasse konnten sich an dem Förderwettbewerb bis zum 15. Dezember letzten Jahres beteiligen. Gewinnen konnte man eine Grundimkerausbildung samt Grundausrüstung und Bienenvölkern. 90 Prozent der Gesamtkosten von jeweils 800 Euro übernimmt der Umweltfonds und 10 Prozent tragen die Gewinner selbst.

Die Resonanz war so groß, dass die Kreissparkasse drei Gewinner per Losverfahren ermitteln konnten. Zu den glücklichen Gewinnern können sich Jannick Ratzke aus Burweg, Bastian Oellrich aus Hollern-Twielenfleth und Sonja Kaiser mit der Elterninitiative von der Walddorfschule in Apensen zählen.

Am Samstag, den 5. Januar hat die Imkerausbildung in Stade mit den Preisträgern unter der Leitung von Hans-Heinrich von Holleuffer-Kypke begonnen. Insgesamt werden 46 Neuimker in diesem Kurs ausgebildet. „Eine erfreuliche Tendenz!“, freuen sich alle Initiatoren dieses Projektes. Die Aktion Bienen sind Leben wird von nun an jährlich durchgeführt und jeder kann sich bis zum 15. Dezember eines jeden Jahres beim Umweltfonds der Kreissparkasse melden. Weitere Informationen unter www.bienen-sind-leben.de.

Der BUND unterstützt die Aktion u.a. auch, um der Bevölkerung zu verdeutlichen, wie wichtig und wie gefährdet die Bienen sind. Nicht nur in unserer Region, sondern weltweit!
Gerade jetzt sterben in den Wintermonaten viele Bienenvölker. Sie sind geschwächt durch den hohen Einsatz von Pestiziden und immer mehr Monokulturen in der Landwirtschaft - und dadurch Parasiten wie der Varroamilbe schutzlos ausgeliefert. Sterben die Bienen, verlieren die Menschen emsige Helferinnen, die viele Obst- und Gemüsesorten bestäuben. Bienen benötigen ein artenreiches Blühangebot, damit sie ganzjährig eine Nahrungsgrundlage haben. Alle (Bürger, Landwirte, Kommunen, Landkreise und der Staat) können den Bienen helfen, indem sie eine artenreiche und strukturreiche Landschaft fordern und fördern.

9. Oktober 2012

"Bienen sind Leben" neues Projekt der Umweltsparkasse und des BUND

Projekt "Bienen sind Leben", von links Hans-Heinrich von Holleuffer-Kypke (Kreisimkerverein, Sabine Washof (BUND) und Ralf Achim Rotsch (Kuratoriumsvorsitzender des Umweltfonds der Kreissparkasse). Bildquelle: Jürs

In Kooperation mit der BUND Kreisgruppe Stade initiiert der Umweltfonds der Kreissparkasse das Projekt „Bienen sind Leben“. Unter diesem Motto werden alle BürgerInnen eingeladen, sich mit dem Thema „Bienen und Imkerei“ zu beschäftigen. Der Umweltfonds der Kreissparkasse stellt jedes Jahr Gelder zu Verfügung, um sich als Imker/in ausbilden zu lassen. Neben der schulischen Ausbildung, dem sogenannten Grundimkerkurs, werden auch die Grundausrüstung und drei Bienenvölker bereitgestellt. 

Bewerben kann man sich bis zum 15. Dezember jeden Jahres beim Umweltfonds der Kreissparkasse Stade. Weitere Informationen  im Internet unter www.bienen-sind-leben.de. Der Kreisimkerverein Stade bildet NeuimkerInnen aus und gibt die fachliche Beratung dazu. Mehr Informationen finden Sie zur Imkerei unter www.kreisimkerverein-stade.de/.

Mit dieser Aktion möchten die beiden Kooperationspartner, auch in Zusammenarbeit mit den Imkern darauf hinweisen, wie wichtig die Honig- und Wildbienen zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Sicherung von Erträgen in der Landwirtschaft sind. Albert Einstein wird gerne zitiert mit dem Satz „Wenn die Bienen aussterben, hat der Mensch noch vier Jahre auf der Erde zu leben“, berichtet Ralf Achim Rotsch, Kuratoriumsvorsitzender des  Umweltfonds der Kreissparkasse. Die Bienen benötigen  ein reichhaltiges und vielfältiges Blühangebot. Diese Voraussetzung ist heute in der vielfach intensiv genutzten Monokulturen-Landschaft jedoch nicht immer gegeben. Die vergangenen Jahre zeigen eine steile und bedenkliche Abnahme der Bienenvölker. 62 Prozent der Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste für bedrohte Arten, so Sabine Washof von der BUND KG Stade.

Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt /pixelio.deDie Imkerei ist ein altes Handwerk, das heute vor allem von Hobbyimkern ausgeübt wird.
"Viele Menschen haben durchaus Interesse an der Imkerei, scheuen aber den Einstieg in dieses faszinierende Hobby", sagt Hans-Heinrich von Holleuffer-Kypke, Schulungsobmann des Imkervereins. Die erste Ausrüstung und drei Bienenvölker im Gesamtwert von bis zu 1200 Euro spendiert der Umweltfonds der Kreissparkasse Stade und wird unter denen ausgelost, die sich bis zum 15. Dezember dafür bewerben. Tanja Jürs, Ansprechpartnerin beim Umweltfonds der Kreissparkasse: "Zum Start unseres Projektes übernehmen wir in diesem Jahr die Kosten für die Neuimker ganz, in den nächsten Jahren erhalten Bewerber 90 Prozent der Kosten erstattet."

Mehr Informationen beim Umweltfonds der Kreissparkasse Stade unter 041 41-10 91 74 (Frau Jürs)

Bildquelle Imker:  Dr. Klaus-Uwe Gerhardt /pixelio.de

9. Mai 2012

Abenteuer Faltertage 2012: BUND ruft im Landkreis Stade zur großen Falterzählung auf

Stade: Auch in diesem Jahr ruft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) zur bundesweiten Schmetterlingszählung auf. Gezählt werden kann bis zum 31. Oktober. Die Schmetterlingsaktions-wochenenden finden zu Pfingsten und am letzten Augustwochenende statt.

Im Rahmen der Aktion „Abenteuer Faltertage" sammelt der BUND Informationen zum Bestand von zehn noch weit verbreiteten Schmetterlingsarten. Gleichzeitig soll auch auf die Bedrohung der Falter hingewiesen und die Öffentlichkeit für den Naturschutz sensibilisiert werden.

Inzwischen stehe ein Großteil der heimischen Falter auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. „Nur etwa einem Fünftel der heimischen Schmetterlingsarten in Deutschland geht es noch richtig gut. Unsere Schmetterlinge leiden deutlich unter der industriellen Land- und Forstwirtschaft mit ihrem massiven Einsatz von Pestiziden, der Zersiedelung der Landschaft und dem Verlust ihrer Lebensräume“, erläutert Birgit Husmann, Dipl.- Biologin des BUND bei der Kreisgruppe Stade.

Beim „Abenteuer Faltertage“ können die Teilnehmer per Zählbögen ihre Beobachtungen melden. Unter www.bund.net/faltertage steht der bebilderte Zählbogen zum Download bereit. Die gesammelten Daten werden am Ende der Saison ausgewertet und mit den Vorjahreszahlen verglichen.

Neben der Teilnahme an der Schmetterlingszählung gibt es noch viele Möglichkeiten, etwas für den Natur- und Schmetterlingsschutz zu tun. „Wer im eigenen Garten auf Pestizide verzichtet und schmetterlingsfreundliche, sprich heimische Blumen pflanzt, der kann kleine Schmetterlingsoasen entstehen lassen“, so Birgit Husmann. Die Blumen sollten am besten in torffreier Blumenerde wachsen – denn für die Torfproduktion würden Moore zerstört, die wiederum Heimat vieler Schmetterlinge und anderer Tier- und Pflanzenarten seien.

Zählbögen und ein Informationsheft erhalten Sie auch bei der BUND Kreisgruppe Stade während der Büro-Öffnungszeiten (Montag bis Donnerstag von 13 bis 17 Uhr und am Freitag von 13 bis 16 Uhr, unter Telefon 04141/63333 und im Internet unter www.bund.net/faltertage. Unter dieser Adresse finden Sie auch die Möglichkeit zur Online-Meldung Ihrer Beobachtungen.

Informationsmaterialien für Teilnehmer, Fotos von Schmetterlingen und Logos zum Abenteuer Faltertage im Internet unter www.bund.net/faltertage sowie zum Download unter: http://www.bund.net/bundnet/presse/bild_und_ton/aktionen/

Was summt denn da?

Wenn es um Insekten geht, haben viele Menschen eher negative Assoziationen: Sie denken an stechendes, beißendes und saugendes „Ungeziefer“. Dabei haben die Insekten in unserer Tier- und Pflanzenwelt ganz viele wesentliche Aufgaben: Insekten bestäuben die Blüten und sie sind Nahrungsgrundlage für Vögel, Fische, Lurche, Kriechtiere, Fledermäuse und andere Säugetiere.

Biene im Rapsfeld. Foto: V. Dilk
Foto: V. Dilk

Zu den Insekten gehören so faszinierende Gruppen wie die Libellen, Schmetterlinge, Heuschrecken, Hautflügler (Wespen, Bienen, Hornissen) und Käfer. Insgesamt gibt es in Mitteleuropa mehr als 30.000 Arten.

Allerdings leiden etwa Wildbienen, Schmetterlinge und Heuschrecken unter der Monotonie der Landschaft und der intensiven Bewirtschaftung unserer Wiesen und Felder. Für die Libellen sind verbaute und überdüngte Bäche und Seen ein großes Problem, und spezialisierte Käfer finden in den ausgeräumten Wäldern zu wenig Totholz.

Der BUND setzt sich für eine umweltverträgliche Landwirtschaft und für natürliche Wälder, Flüsse und Seen ein. Und der BUND ist auch vor Ort aktiv: Er betreut, sichert und schafft wichtige Lebensräume, die die Insekten-Vielfalt erhalten. Das kann ein „Bienenhotel“ sein, die Pflege von Schmetterlings- und Heuschreckenwiesen oder die Renaturierung und Neuanlage von Gewässern.



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