Sie befinden sich hier:

Vögel (wenn überhaupt) maßvoll füttern

Foto: wrw / www.pixelio.de

Eine geschlossene Schneedecke und Frost machen den Vögeln die Futtersuche schwer. Über 15 Millionen Euro geben die Deutschen darum jährlich für Körnerfutter oder Meisenkugeln aus. In jüngster Zeit häufen sich populäre Ratschläge, wonach Vögel möglichst ganzjährig gefüttert werden sollten. Der BUND erwartet dadurch mehr Schaden als Nutzen.

Wenn überhaupt, so sollten Sie nur in den härtesten Wintermonaten Futter anbieten. Denn Vögel sind als Wildtiere auf das jahreszeitlich wechselnde Futterangebot eingestellt. Verluste im Winter werden oft schon in der nächsten Brutzeit wieder ausgeglichen. Zudem erreicht die Fütterung nur wenige, meist allgegenwärtige Arten. Kommen aber häufige Standvögel wie die Kohlmeise dank Ihrer Hilfe vermehrt durch den Winter, finden Zugvögel wie Trauerschnäpper und Gartenrotschwanz bei der Rückkehr keine freien Nistplätze mehr vor.

Nachhaltiger helfen Sie Vögeln, wenn Sie im Herbst Gartenstauden stehen lassen, heimische Gehölze pflanzen und Kompost- oder Laubhaufen anlegen. So schaffen Sie Nischen für Insekten, die auf dem Speiseplan von Zaunkönig oder Rotkehlchen stehen.

Das winterliche Vogelhäuschen kann jedoch dazu dienen, Kindern eine unserer faszinierendsten Tiergruppen näher zu bringen. Auch dann aber sollten Sie maßvoll füttern. Und darauf achten, dass Sie kein Körnerfutter mit Samen des Traubenkrauts (Ambrosia) kaufen; es ist für uns Menschen hoch allergen und breitet sich derzeit aggressiv aus. Auf keinen Fall dürfen Sie gesalzene oder gewürzte Essensreste verfüttern – sie können für Vögel tödlich sein.

Unsere Broschüre "Vögel im Winter – wie Sie ihnen am besten helfen können" gibt es für 2,20 Euro (+ Porto) unter Tel. 0 30 / 2 75 86-480 oder im BUNDladen.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

Stand: Januar 2011

Vogelschutz im BUND

Keine Tiergruppe genießt mehr Sympathie als die Vögel. So auch im BUND: Für keine Tiergruppe sind wohl mehr BUND-Gruppen im Einsatz.

Wer einen Garten hat, schafft mit einheimischen Gehölzen, Zonen des Wildwuchses und Komposthaufen Nahrung und Nistgelegenheiten. Wo alte Bäume und Gemäuer fehlen, sorgen Nistkästen für Abhilfe. Im Handel gibt es eine Fülle spezieller Modelle, zudem bieten Bücher und das Internet jede Menge Hilfe für den Eigenbau.

Storchentrupp, Foto: C. Scholz

Am meisten erreichen wir, wenn wir die rasche Verarmung unserer Vogelwelt in der Agrarlandschaft bekämpfen – z.B. mit dem Einkauf regionaler Bioware und mit weniger Fleisch auf dem Teller.

Was tut der BUND, außer einen "vogelfreundlichen" Lebensstil zu propagieren? Wir werben – von der Ortsgruppe bis zum Bundesverband – für eine umweltverträglichere Landwirtschaft und Mobilität, für natürlichere Wälder und Auen. Wir kämpfen gegen jede Form der Naturzerstörung. Wir betreuen und sichern wichtige Lebensräume von Vögeln, um ihre Artenvielfalt zu bewahren.

Dazu kümmern sich zahllose BUND-Gruppen auf lokaler Ebene gezielt um bestimmte Arten, seien es Mauersegler in Berlin oder Alpensegler in Tuttlingen, Wiesenbrüter in Bremen oder Felsbrüter im Rurtal, Eisvögel in Flensburg oder Brachvögel in Donau-Ries.



Ihre Spende hilft.

Suche

Metanavigation: