10. Januar 2013

Energiewende – beim Kohlekraftwerk hört die Harmonie auf

Harmonie auf dem roten Sofa
Erst Fragen aus dem Publikum brachten Unterschiede zu Tage

In der lockeren Atmosphäre der gut besuchten Seminarturnhalle diskutierten am Dienstagabend  die Landtagskandidaten und Kandidatinnen von CDU, SPD, den Grünen und den Linken

In der von der Kampagne „Stade zukunftsfähig“, ( Bündnis der Umweltverbände BUND und NABU, der BI Stade-Altes Land und der Klima-Allianz) , organisierten Diskussionsrunde herrschte auf dem roten Sofa große parteiübergreifende Einigkeit über die zu gestaltende Energiewende : „ Ich ertappe mich dabei, bei den Äußerungen des Vertreters der Linken zu nicken“, gestand Kai Seefried von der CDU.

Alle wollen den weiteren Ausbau von On-shore Windanlagen, möglichst in Bürgerhand ,eine Korrektur der Förderung von Biogasanlagen zur Eingrenzung des Maisanbaus und sehen die Notwendigkeit einer stärkeren öffentlichen Förderung von Maßnahmen zur Wärmedämmung und Energieeffizienz im privaten Wohnungsbestand. Hier gibt es offenbar einen großen gesellschaftlichen Konsens.

Kontrovers wurde es dann aber doch bei der Einschätzung der Kohlekraftwerksplanungen der DOW Chemical. Während sich Petra Tiemann (SPD) und Kai Seefried eindeutig zu den Kraftwerksplänen bekannten und das Konzept der Firma als innovativ und modern darstellten, hagelte es Kritik aus dem Publikum, dass immer wieder die Möglichkeit hatte, an der Diskussion teilzunehmen. Als Alternative wurde eindeutig ein Gaskraftwerk favorisiert, das dann auch problemlos später mit überschüssiger Windkraft nach dem „power to gas“ Prinzip betrieben werden könnte. Holger Dankers von den Linken sprach bei einem Kohlekraftwerk von einer Investition, die die „Energiewende torpediere“ und Ursula Männich-Polenz (Grüne), gar von einer „klimaschädlichen Dinosaurier-Technologie“.

In seinem Schlusswort betonte Heiner Baumgarten, Landesvorsitzender des BUND Niedersachsen, dass nicht nur Bürgerinnen und Bürger noch einen großen Bedarf an Beratung haben, wie die Energiewende ganz konkret umzusetzen sei, sondern auch die Planer in den Kommunen. Er erwarte auch, dass die Politik die Richtung für die Energiewende und die Maßnahmen zum Klimaschutz vorgebe und dann auch die Unternehmen sich in diese Ziele  einfügen „und nicht wie die DOW im letzten Wagon der Energiewende sitzen“ bleiben.
 

2. Januar 2013

Landtagskandidaten diskutieren: „Energiewende in Niedersachsen und vor Ort – was ist zu tun?“

Niedersachsen ist bundesweiter Spitzenreiter bei der Nutzung der Windenergie und hat sich ehrgeizige Ziele bei der Energiewende gesetzt: bis 2020 soll der gesamte Stromverbrauch mit Erneuerbaren Energien abgedeckt werden. Gleichzeitig gibt es mit Gorleben und Asse II erhebliche Umweltprobleme zu bewältigen und in Stade wird am Neubau eines Steinkohlekraftwerks festgehalten.

Speichertechnologien, Erneuerbare Energien, Netzausbau, Kraftwerke, Atommüll, Wirtschaftsstandort, Energie-Sparen und Klimaschutz: Wo liegen die Herausforderungen für Niedersachsen und auch für Stade und was wollen die Parteien?  Stellen Sie Ihre Fragen an die Kandidatin und die Kandidaten!

WANN:  Dienstag, 8. Januar 2013, 19 Uhr
WO:  Seminarturnhalle, Seminarstr. 7, Stade

MIT:
Kai Seefried (CDU)
Petra Tiemann (SPD
Ursula Männich-Polenz (Grüne)
Holger Dankers (Linke)
Christiane Leuchtenberger (FDP), aus Termingründen abgesagt)

Das Plakat zum Herunterladen »
Eine Veranstaltung von „Stade zukunftsfähig!“ zur Landtagswahl veranstaltet von:

BI Stade-Altes Land, BI Haseldorfer Marsch, BUND Stade, NABU Stade,
klima-allianz deutschland

Weitere Informationen unter http://www.stade-zukunftsfaehig.de

16. September 2012

Energiewende muss weiter gehen – aber noch ein Marathonlauf für Stade

Gemeinsame Pressemitteilung des BUND Stade, der Bürgerinitiative Stade-Altes Land und der klima-allianz deutschland

Hochkarätige Podiumsdiskussion zu Energiewende in Stade/ Energieexperte sieht Stade auf einem guten Weg doch empfiehlt, an Tempo zuzulegen / Wohnstätte und Stadtwerke sehen Energiewende als wichtigen Weg für Stade

Am vergangenen Freitagabend (14.9.) fand in Stade eine hochkarätige Podiumsdiskussion zum Thema Energiewende statt, die vom BUND Stade, der Bürgerinitiative Stade-Altes Land und der klima-allianz deutschland im Rahmen der Kampagne „Stade zukunftsfähig“ organisiert wurde. Auf dem Podium diskutierten der renommierte Energieexperte Prof. Dr. Uwe Leprich, wissenschaftlicher Leiter des izes - Institut für ZukunftsEnergieSysteme , der Geschäftsführer der Stadtwerke Stade, Herr Christoph Born und Oliver Stapel von den Wohnstätten. Überzeugend moderiert wurde die Veranstaltung von Jörg Rositzke vom Lokalsender HeimatLive.

Auf dem Podium herrschte Einigkeit darüber, dass in Stade schon wichtige erste Schritte in Richtung unternommen worden sind. „Stade ist auf dem Weg“, so die einhellige Meinung. Dennoch sei noch viel Arbeit zu tun. Christoph Born von den Stadtwerken brachte es auf den Punkt: „Vor uns liegt ein Marathonlauf und wir werden noch um einiges zulegen müssen“.  Es sei wichtig, dass jetzt die nächsten Schritte vorangetrieben werden.

"Nach dem Wiederaufbau  nach dem Krieg und nach der Wiedervereinigung sei die Energiewende die dritte große Herausforderung  Deutschlands,"  zitierte Prof. Dr. Uwe Leprich einleitend in seinem Impulsreferat Umweltbundesminister Altmaier (CDU).
Die rasante Entwicklung bei den regenerativen Energien werde nicht nur Atomstrom ersetzen, sondern auch den Neubau von Kohlekraftwerken überflüssig machen. Diese seien "systemfremd" und passten nicht ins künftige Mix. Flexibilität werde künftig gefordert, hier seien Gaskraftwerke wegen ihrer Flexibilität eher geeignet.

Der Professor betonte in seinem Redebeitrag die Bedeutung des Themas Energiewende als gesamtgesellschaftliches Projekt. Jeder und jede müssen daran mitwirken. Auch in Stade seien verschiedenen Energiewendepartner wichtig. Der Energieexperte attestierte Stade, bereits einige sich bereits auf den Weg gemacht zu haben und identifizierte viele gute Ansätze und Projekte, z.B. bei den Stadtwerken. Das Engagement der Wohnstätte bei der Gebäudesanierung könne sich „in Deutschland sehen lassen“, so Leprich.
Uwe Leprich betonte, es sei wichtig, die Anstrengungen zu verstärken und die Energiewende zur „Chefsache“ zu machen.  „Das nächste Jahr wird entscheidend, es müssen konkrete Ziele formuliert und ein überzeugendes Klimaschutzkonzept auf den Weg gebracht werden“. Leprich empfahl der Stadt Energiewende-Koordinator anzusiedeln, der den weiteren Prozess koordinieren und vorantreiben könne.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               
Einhellig begrüßten der Geschäftsführer der Stadtwerke, Christoph Born und Oliver Stapel von den Wohnstätten den Vorschlag eines Energiewende-Koordinators bei der Stadt.
Aus dem großen Kreis der Veranstaltungsbesucher wurde dieser "Kümmerer" für solche Koordinationsaufgaben ebenfalls sehr erwünscht und gleichzeitig betont,  dass es auch wesentlich auf ein Engagement der Bürgermeisterin ankomme.
Silke Hemke, Vorstandsmitglied des BUND Stade freute sich: „Von dieser Veranstaltung geht ein Signal aus: es hat sich einiges  getan, wir sind jetzt auf dem Weg!“  
Auf dem Podium wurde auch der Vorschlag formuliert, einen runden Tisch zur Energiewende einzuberufen. Adolf Meyer, Sprecher der Bürgerinitiative Stade-Altes Land betonte: „Es kommt darauf an, dass jetzt auch die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Wir hoffen, dass die Stadt bald auf uns zukommt.“

Die Kampagne „Stade zukunftsfähig!“ möchte den Schwung der Veranstaltung gerne auf den weiteren Weg mitnehmen und die Diskussionen fortsetzen.  Gemeinsam verabredet wurde, sich im nächsten Jahr in erweiterter Runde – mit Beteiligung der Stadt – zusammenzusetzen und gemeinsam draufzuschauen, was bereits erreicht sei. Uwe Leprich nahm die Einladung gerne an.
Die nächste Veranstaltung der Kampagne „Stade-zukunftsfähig!“ findet am kommenden Samstag, den 22. September, anlässlich des bundesweiten Klima-Aktionstags statt. Unter dem Motto „Energiewende: wir haben schon mal angefangen!“ werden am Mittag zwischen 11.00-13.00 Uhr auf dem Bürgermeister-Dabelow-Platz in Stade werden in Kooperation mit „Stade zukunftsfähig!“ die Stadt Stade, die Wohnstätte Stade, die Kreissparkasse Stade, die Firma Fischer (Barstedt), der BUND Stade und weitere ihre Energiewende-Projekte vorstellen. Sie sind herzliche eingeladen. Vorgestellt werden u.a. das geplante Klimaschutzkonzept der Stadt Stade, das Bürgersolarprojekt, Energetische Gebäudesanierung und die Nutzung Erneuerbarer Energien in der Gebäudewirtschaft.

Weitere Informationen zur Kampagne erhalten Sie auf www.stade-zukunftsfaehig.de
Pressekontakte:
Silke Hemke, BUND Stade
T.: 04141-63333, hkh[ät]bund.stade.net
Adolf Meyer, Bürgerinitiative Stade-Altes Land,
Mobil: 0170 1072984
Ingrid Meyer-Schmeling, BI Stade – Altes Land,
T. 04141-792450 / 0162-4159542, ingrid.meyer-schmeling[ät]web.de

31. Oktober 2011

Klimawandel konkret - Veranstaltung

Was bedeutet der Klimawandel für Menschen in armen Ländern? Zukiswa Millicent Nomwa aus Südafrika und Serafhina Gigira Aupong aus Papua-Neuguinea berichten.

Ist es angesichts der bereits jetzt wahrnehmbaren Auswirkungen des Klimawandels in vielen armen Ländern noch vertretbar, in Stade zwei neue Kohlekraftwerke zu bauen?

Zukiswa Millicent Nomwa
ist Field Worker bei der Environmental Monitoring Group (EMG) in Kapstadt. Sie ist Expertin für die Anpassung kleinbäuerlicher Landwirtschaft an die Folgen des Klimawandels. Mit Gender CC hat sie in Südafrika die besondere Betroffenheit von Frauen durch den Klimawandel untersucht.

Serafhina Gigira Aupong
ist Campaignerin der Bismarck Ramu Group (BRG), die zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungssicherheit in Papua-Neuguinea arbeitet. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind lokale Gemeinschaften, die von traditioneller Fischerei leben. Diese ist durch den Klimawandel inzwischen stark beeinträchtig


Donnerstag, 10.November,
18.45-20.15 Uhr
Pastor-Behrens-Haus,
Ritterstraße 15, 21682 Stade


Eine Veranstaltung im Rahmen der Kampagne „Stade Zukunftsfähig!

Der Flyer zum Herunterladen »

Bei der Diskussion um die in Stade geplanten Kohlekraftwerke, um den Energieverbrauch, die Lebensdauer nicht erneuerbarer Energien und die zukünftige Energieversorgung fehlen oftmals die Hintergrundinformationen. Aus diesem Grunde bieten wir Ihnen hier unter Klima und Energie unsere Stellungnahmen und unsere Postionen und viele weitere Informationen sowie diverse Downloads und Links an, die wir von Zeit zu Zeit ergänzen.

Kohlekraftwerke in Stade »

StadeSolarStrom ab sofort für jeden Bürger »

3. März 2010

Grüne Karte für klimabewußtes Verhalten

BUND-Aktion: Offene Geschäftstüren in Stade
Erneut kontrollierten BUND-Mitarbeiterinnen der Kreisgruppe Stade die Geschäfte in der Innenstadt.
Bei einer vergleichbaren Aktion am Weltklimatag am 6. Dezember 2008 erhielten 48 Geschäfte eine gelbe Karte für ihre ständig geöffneten Eingangstüren bei niedrigen Außentemperaturen. Erfreulich, dass dieses Mal mehr Läden ihre Türen geschlossen hielten, um mit positiven Beispiel voranzugehen.

Die Schülerinnen Alina, Annika, Lea und Judith überreichten den Geschäftsleuten dafür die grüne Karte für umweltbewußtes Verhalten. Leider stellten sie aber auch fest, dass selbst bei Minustemperaturen den Winter hindurch noch über 30 Geschäfte ihre Eingangstüren offen ließen.
Deshalb haben die Kinder neben den grünen auch gelbe und rote Karten verteilt, als Mahnung an die Stader Geschäftsleute, künftig sorgsamer mit dem Energieverbrauch umzugehen. „Zu Hause müssen wir auch die Türen zumachen. Sonst gibt es Ärger“, so die Kinder.
Das Echo war überwiegend positiv. Manche Verkäuferinnen wiesen daraufhin, dass sie Vorgaben „von oben“ beachten müssen und erklärten gleichzeitig, dass sie selbst unter der kalten Zugluft bei „ständig geöffneten Türen“ zu leiden haben. Es kam auch der Appell an die Kunden, darauf zu achten, die Türen hinter sich zu schließen.
Außerdem wurde vereinzelt festgestellt, dass aufgrund von baulichen Gegebenheiten - gerade bei Neubauten! – gar nicht die Möglichkeit besteht, die Tür zu schließen.
Es wäre schön, wenn mit dieser Aktion das Bewußtsein gestärkt würde und auch die Kunden die Ladenbesitzer auf die offenen Türen ansprechen.

10. Januar 2013Energiewende – beim Kohlekraftwerk hört die Harmonie auf

Harmonie auf dem roten Sofa

In der von der Kampagne „Stade zukunftsfähig“, ( Bündnis der Umweltverbände BUND und NABU, der BI Stade-Altes Land und der Klima-Allianz) , organisierten Diskussionsrunde herrschte auf dem roten Sofa große parteiübergreifende...


2. Januar 2013Landtagskandidaten diskutieren: „Energiewende in Niedersachsen und vor Ort – was ist zu tun?“

Niedersachsen ist bundesweiter Spitzenreiter bei der Nutzung der Windenergie und hat sich ehrgeizige Ziele bei der Energiewende gesetzt: bis 2020 soll der gesamte Stromverbrauch mit Erneuerbaren Energien abgedeckt werden....




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