11. März 2012

Jahrestag Fukushima mahnt! Atomkraftwerke sind nicht sicher

Am 11. März letzten Jahres begann, ausgelöst von einem Erdbeben und einem Tsunami, die Reaktorkatastrophe in Fukushima. „Die Ereignisse in Japan zeigen, dass es keine sicheren Atomkraftwerke gibt und auch nicht geben kann“ betonte Regine Stark, Sprecherin der Grünen im Kreisverband Stade am Sonntag im Bus während der Fahrt nach Brokdorf.
Am Sonntag (11. März 2012), dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Fukushima, haben sich über 140.000 Menschen im ganzen Bundesgebiet auf Großveranstaltungen an die Geschehnisse in Japan erinnert und ein klares Bekenntnis gegen Atomkraft abgeben. Aus dem Landkreis Stade hatte der Grüne Kreisverband Stade gemeinsam mit der Kreisguppe des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) einen Bus für die Umzingelung des Atomkraftwerkes in Brokdorf organisiert.

Bis auf den letzten Platz war der Bus ausgebucht. Viele Anfragen kamen noch in den letzten Tagen. „Hätten wir das geahnt, wäre auch ein zweiter Bus voll geworden“, berichtet Silke Hemke, Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Stade. „Wir haben mit knapp 3.000 Menschen das Atomkraftwerk umzingelt und mit den anderen Demonstrationen in Deutschland einmal mehr deutlich gemacht, dass wir Atomkraft für falsch halten und nur Erneuerbare Energien die Zukunftstechnologien sind.

„Acht Atomkraftwerke wurden in Deutschland im vergangenen Jahr abgeschaltet. Ein erster großer Erfolg für die Anti-Atom-Bewegung“, erinnert Regine Stark. „Aber“, betont sie weiter, „seien neun Atommeiler noch am Netz, die letzten sechs sollen erst 2021/2022 abgeschaltet werden.“ Das Risiko von schwersten Unfällen bis zum Super-GAU bleibt bis dahin bestehen“, betont Silke Hemke.
Großen Zweifel hat Regine Stark an die Zuverlässigkeit der Atomkonzerne und verweist auf das Atomkraftwerk in Brunsbüttel. Dort sind vor wenigen Tagen verrottete Fässer mit Atommüll entdeckt worden. „Atomfässer sind doch keine Einmachgläser“, mit diesem Vergleich versucht Regine Stark auf den sorglosen Umgang der Atomkonzerne mit dem Atommüll hinzuweisen. Die Grüne Regine Stark weiter: „Wir sitzen auf Tonnen von Atommüll und haben kein Konzept, wie wir den über Jahrmillionen strahlenden Atommüll sicher lagern können“. In Brokdorf stapelt sich im Standortzwischenlager auf dem Gelände weiterer hochradioaktiver Atommüll. Sowohl das Atomkraftwerk als auch das Zwischenlager auf dem Gelände sind im Falle von schweren Naturkatastrophen wie Sturmfluten, aber auch gegen Flugzeugabstürze mit schweren Maschinen, nicht ausreichend gesichert“.

Für die Grünen und auch für den BUND ist es zu früh, die Anti-Atomkraft-Fahnen beiseite zu legen. „Der Atom-Ausstieg ist nur auf dem Papier beschlossen. Der gesellschaftliche Protest muss weitergehen, finden sowohl die Grünen als auch der BUND. Silke Hemke ergänzt: „Jeder Tag eines Atomkraftwerkbetriebes ist ein Tag zuviel. Und dass so ein Ausstiegsbeschluss wenige Jahre später wieder gekippt werden kann, haben wir ja schon erlebt“. Auch wenn das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet ist, die Altlasten werden bleiben, das Problem ist nicht gelöst“, so Silke Hemke.

15. Februar 2012

Demos in Deutschland: AKWs jetzt abschalten!

Am 11. März 2012 dauert die Katastrophe von Fukushima bereits ein Jahr an. An diesem Tag gilt es der Opfer zu gedenken und ein klares Zeichen gegen Atomkraft zu setzen. Deutschlandweit werden zehntausende Menschen auf sechs Großveranstaltungen an die Geschehnisse in Japan erinnern.

Vor einem Jahr begann, ausgelöst von einem Erdbeben und einem Tsunami, die Reaktorkatastrophe in Fukushima. Die Ereignisse in Japan zeigen, dass es sichere Atomkraftwerke nicht gibt und auch nicht geben kann. Die Betreiberfirma Tepco und die japanische Regierung haben es innerhalb eines Jahres nicht geschafft, die beschädigten Reaktoren zu stabilisieren. Mit der Reaktorkatastrophe von Fukushima wurde auf schockierende Art und Weise die Unkontrollierbarkeit der Atomenergie veranschaulicht. Bis heute sind Unmengen radioaktiven Wassers ins Meer gelangt und die Region rund um die Atomanlage wird für Jahrhunderte verstrahlt sein.

Die BUND Kreisgruppe Stade organisiert gemeinsam mit dem Kreisverband der GRÜNEN einen Bus für die Großdemonstration in Brockdorf. Mit einer Menschenkette soll das AKW Brokdorf "umzingelt". Genauere Informationen folgen. Über viele Teilnehmer würden wir uns freuen.
   
Der Bus aus dem Landkreis Stade hält am 11. März an folgenden Stationen:
09:00 Uhr Abfahrt Harsefeld, nahe Bahnhof bei KIK
09.30 Uhr Abfahrt Stade, Harburger Straße - Parkplatz Finanzamt
09:40 Uhr Horneburg (B73, gegenüber Heinssen Baustoffe)
09:45 Uhr Neukloster-Buxtehude (Parkplatz Pfingstmarkt) und
10:00 Uhr Buxtehude Bahnhof Süd
10:15 Uhr in Elstorf (Neu Wulmstorf), bei der Kirche/Sparkasse Harburg-Buxtehude
11:30 Uhr Ankunft Brokdorf


Fahrpreis:
Normalpreis 10 Euro, ermäßigter Preis 5 Euro, Soli-Preis 15 Euro

Rückkehr etwa um 15 bis 16 Uhr - Der Ablauf steht in Brokdorf noch nicht fest.
Anmeldungen per
Mail: unter antiatom[ät]gruene-stade.de
oder
Telefon: 04141-63333 Geschäftsstelle Bund für Umwelt und Naturschutz - Kreisgruppe Stade (BUND).



Ihre Spende hilft.

Suche