25. März 2013

Breite Ablehnung der Stader Kohlekraftwerksplanung: Bündnis reicht über 8.800 Einwendungen ein

Ende der Öffentlichkeitsbeteiligung im Bebauungsplanverfahren für Dow-Kohlekraftwerk / Breites Bündnis übergibt mehr als 8.800 Stellungnahmen gegen klimaschädliche Kraftwerksplanung/ Starkes Signal für Klimaschutz und Energiewende
Stade/Berlin/Hamburg - Zum Ende der Öffentlichkeitsbeteiligung im Bauleitplanverfahren für das vom Chemieriesen Dow geplante Steinkohlekraftwerk im niedersächsischen Stade übergibt ein breites Bündnis aus Umweltverbänden, Klimaschützern und betroffenen Bürgern tausende Einwendungen gegen das Vorhaben an die Stadt Stade. Darin fordern sie die Einstellung des Verfahrens und die Entwicklung innovativer und zukunftsfähiger Alternativen. Mehr »

4. März 2013

Warum das Kohlekraftwerksprojekt von Dow in Stade weder umwelt- noch klimaverträglich noch alternativlos ist

Foto: Rolf Handke / Pixelio.de

Die Deutsche Umwelthilfe widerlegt die vier großen Behauptungen der DOW, wonach ein steinkohlebefeuertes Großkraftwerk alternativlos für die Stromerzeugung sei. In der öffentlichen Kommunikation werden diese haltlosen Argumente zur Rechtfertigung der Planung häufig aufgestellt. Mit diesem Papier werden einige Mythen rund um die Kohlekraft, die von Dow und Teilen der Lokalpolitik verbreitet werden, kritisch beleuchtet und widerlegt. 11 Seiten zum Download

27. Februar 2013

Bund gibt Hilfestellung für Einwendung gegen Kohlekraftwerk

Es  gibt Unterschriftenlisten für Sammeleinwendungen (BUND Stade Tel: 04141-63333/
 Mo – Do v.14.OO - 17.00 Uhr) ) oder an den nächsten Samstage in der Stadt (Bgm.-Dabelow –Platz oder Ecke Pferdemarkt/Sattelmacherstr.).
Jeder kann sich unter www.stade-zukunftsfähig.de oder www.bund-stade.de  eine individuelle Einwendung mithilfe eines Einwendungsgenerators erstellen.
Wir möchten alle Menschen ermutigen, eine  der beiden Möglichkeiten zu wählen, um zu zeigen, dass wir von einem modernen Industriewerk wie die DOW Chemical auch eine moderne Energieversorgung erwarten. Kohlebefeuerung gehört der Vergangenheit an.

Eine Initiative von: BUND Niedersachsen e.V., Deutsche Umwelthilfe, klima-allianz
Den Einwendungsgenerator Kohlekraftwerk Stade finden Sie hier

Unterschriftenliste für Sammeleinwendung finden Sie hier

26. Februar 2013

Keine CO2 Schleuder in Stade

Ungefähr 50 Demonstrantinnen und Demonstranten fanden sich am Morgen des 25. Februars vor dem Rathaus in Stade ein. Sie wollten ihren Protest ausdrücken gegen die Pläne der Fa. DOW Chemical, in Stade ein Kohlekraftwerk zu bauen. Ein breites Bündnis von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen  ( Klima-Allianz, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, BUND , NABU, die BI Stade –Altes Land und die BI  Haseldorfer Marsch) hatten zu diesem Protest aufgerufen. Ein riesiger schwarzer  Ballon symbolisierte den enormen CO2 Ausstoß des geplanten Kohlekraftwerks, 5.1 Mio Tonnen jedes Jahr für die nächsten 40-50 Jahre. Die gesamte Stadt Stade emittiert „nur“ ca. 450 000 Tonnen im Jahr.
Die Aktion soll darauf aufmerksam machen (und viele Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen aus dem Niederelbe Raum waren anwesend) dass vom 25. Februar. bis zum 25. März die  Unterlagen für den Bebauungsplan und den Flächennutzungsplan, die dieses Kohlekraftwerk ermöglichen sollen,  im Rathaus ausliegen. Alle Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, gegen diese Bebauungspläne Einspruch zu erheben.

Wir bieten Hilfen an:
Es  gibt Unterschriftenlisten für Sammeleinwendungen (BUND Stade Tel: 04141-63333/
 Mo – Do v.14.OO - 17.00 Uhr) ) oder an den nächsten Samstage in der Stadt (Bgm.-Dabelow –Platz oder Ecke Pferdemarkt/Sattelmacherstr.)
Jeder kann sich unter www.stade-zukunftsfähig.de oder www.bund-stade.de  eine individuelle Einwendung mithilfe eines Einwendungsgenerators erstellen.
Wir möchten alle Menschen ermutigen, eine  der beiden Möglichkeiten zu wählen, um zu zeigen, dass wir von einem modernen Industriewerk wie die DOW Chemical auch eine moderne Energieversorgung erwarten. Kohlebefeuerung gehört der Vergangenheit an.

26. Februar 2013

Breites Bündnis fordert Stopp des Planverfahrens für größtes Klimakiller-Projekt in Niedersachsen

Beginn der Öffentlichkeitsbeteiligung im Bebauungsplanverfahren für DOW-Kohlekraftwerk / Protestaktion mit CO2-Wolke vor Stader Rathaus/ Energiewende-Vorzeigeprojekt für industrielle Stromerzeugung in Stade möglich
Stade/Berlin/Hamburg, 25.02.2013 - Zum Auftakt der Öffentlichkeitsbeteiligung im Bebauungsplanverfahren für das vom Chemieriesen DOW geplante Steinkohlekraftwerk im niedersächsischen Stade bestärkt ein breites Bündnis verschiedener Organisationen seine Kritik an dem energie- und klimapolitisch unverantwortlichen Projekt. Unter dem Motto „Energiewende Know-how statt Kohleschmutz der DOW“ protestieren die Umweltverbände BUND, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace und NABU gemeinsam mit lokalen Bürgerinitiativen und dem Bündnis klima-allianz deutschland vor dem Stader Rathaus mit einer riesigen, symbolischen CO2-Wolke gegen das geplante Kohlekraftwerk und fordern die Einstellung  des Verfahrens durch den Stader Rat.

„Mit bis zu 5 Millionen Tonnen CO2 jährlich würde das DOW-Kohlekraftwerk die Treibhausgasemissionen der Region auf einen Schlag mehr als verzehnfachen“, kritisiert  Silke Hemke, Sprecherin des Kreisverbands Stade des BUND. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Stadt Stade das größte Klimasünder-Projekt Niedersachsens unterstütze und damit die  eigenen Klimaschutzbemühungen  zunichtemache.

Mit dem Bauleitplanverfahren  soll dem Chemiekonzern DOW auf dem Werksgelände der Bau eines Kohlekraftwerks mit einer elektrischen Leistung von 920 Megawatt ermöglicht werden. Bis zu zwei Drittel des erzeugten Stroms will die DOW selber nutzen. Holger Becker, Energieexperte der Greenpeace-Gruppe in Hamburg, betont: „Wenn im windreichen Norden einer der größten industriellen Stromverbraucher jetzt in ein neues Kohlekraftwerk mit einer Betriebsdauer von  40 Jahren und länger investiert, wäre dies ein herber Rückschlag für Klimaschutz und Energiewende.“ Klimafreundliche Innovationen in Stade wären auf Jahrzehnte verbaut.

Aus Sicht von Jürgen Quentin, Energieexperte der Deutschen Umwelthilfe, geht es völlig an der Realität vorbei, dass das DOW-Kraftwerk als herausragend, besonders effizient und umweltfreundlich schöngeredet werde. „Der vermeintlich hohe Gesamtwirkungsgrad von 60 Prozent ist keinesfalls einzigartig, sondern wird von vergleichbaren Kraftwerksbauten  mit Kraft-Wärme-Kopplung teilweise sogar noch übertroffen. Moderne Gaskraftwerke erreichen seit Mitte der 1990er-Jahre  Brennstromnutzungsgrade von mehr als 80 Prozent“, betont Quentin. Für den Energieexperten ist es höchst fraglich, ob die Eigenstromerzeugung mit Steinkohle angesichts fallender Börsenstrompreise überhaupt noch Vorteile biete. „Allein in den letzten drei Jahren sind acht Steinkohlekraftwerksprojekte mangels Wirtschaftlichkeit abgeblasen worden, vier davon entlang der Unterelbe. Die DOW sollte ihre Planung nochmals grundlegend überdenken“, so Quentin.

Auch Adolf Meyer, Sprecher der Bürgerinitiative Stade - Altes Land, gibt zu bedenken, dass sich derzeit die Bedingungen am Energiemarkt grundlegend ändern. Nur hochflexible und CO2-arme Kraftwerke  leisten einen sinnvollen Beitrag zur Energiewende und  können auch langfristig Arbeitsplätze sichern.“ Die DOW müsse zudem endlich ihre Effizienzpotentiale nutzen. Mit dem Einsatz modernerer Verfahren bei der Chlorelektrolyse ließe sich der Strombedarf des Stader Werks noch erheblich senken, betont Meyer.

Für Daniela Setton, Referentin für Energiepolitik des Bündnisses klima-allianz deutschland, ist die Diskussion in Stade ist völlig verfehlt. Ein durch die teilweise Mitverbrennung von Wasserstoff und Biomasse aufgepepptes Kohlekraftwerk werde als technologisches Wunderwerk angepriesen, während die eigentlichen Innovationspotentiale des Standorts Stade völlig außer Acht gelassen würden. „In Stade bieten sich optimale Voraussetzungen, um ein bundesweites Vorzeigeprojekt zur industriellen Energieversorgung als Positivbeispiel der Energiewende zu entwickeln. Die Erweiterung des neuen Gaskraftwerks könnte zusammen mit intelligentem Lastmanagement und der sog. Power-to-Gas Technologie eine zentrale Rolle spielen.“ Das neue Wasserstoffprojekt zur Speicherung von „Windstrom“ sei ein Schritt in die richtige Richtung, aber aufgrund der fehlenden Verknüpfung an die Energieversorgung des Dow-Werks nicht zu Ende gedacht, so Setton.

Niels Peter Rühl, Sprecher der Bürgerinitiative Haseldorfer Marsch, weist darauf hin, dass mit der Kohleverstromung große Mengen an Feinstäuben und Schwermetallen wie Quecksilber und Blei Menschen und Umwelt im Großraum Stade gefährden. Die auf der schleswig-holsteinischen Elbseite gelegene Haseldorfer Marsch, mit seinen Wohn-, Naturschutz- und Obstanbauflächen, sei von den Giftstoffen besonders betroffen, da sie in Hauptwindrichtung der Schornsteinfahne liege. „Gegen die zusätzliche Gefährdung unserer ohnehin schon vorbelasteten Region werden wir uns zur Wehr setzen. Wir sind nicht grundsätzlich gegen ein Kraftwerk für die DOW, fordern aber eine umwelt- und gesundheitsverträgliche Energieerzeugung ohne Feinstaub und daran anhaftende hochgiftige Schwermetalle und Dioxine“, so Rühl.

Bis zum 25. März 2013 können Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung schriftlich gegen das Bauplanverfahren für das Kohlekraftwerk bei der Stadt Stade eine Einwendung einreichen. Hierzu bieten wir auf der Website www.stade-zukunftsfaehig.de Hilfestellungen und Argumente an, aus denen individuelle Einwendungen zusammengestellt werden können und eine Unterschriftenliste zum Download bereitsteht.

Ab 13.00 Uhr bieten wir Ihnen Fotos der Aktion unter www.stade-zukunftsfaehig.de
Für Rückfragen:
Silke Hemke, BUND Kreisverband Stade
Tel: 04141 ** 63333
E-Mail: hkh[ät]bund.stade.net
Daniela Setton, klima-allianz deutschland
Mobil: 0179 ** 7102094
E-Mail: setton[ät]klima-allianz.de
Jürgen Quentin, Deutsche Umwelthilfe
Mobil: 0151 **14563676
E-Mail: quentin[ät]duh.de
Holger Becker, Greenpeace Hamburg
Mobil: 0160 ** 95338457
E-Mail: holger.becker[ät]greenpeace-hamburg.de
Niels Peter Rühl, Bürgerinitiative Haseldorfer Marsch
Tel.: 04129 **1033
Adolf Meyer, Bürgerinitiative Stade-Altes Land
Mobil: 0170 ** 1072984

19. Februar 2013

Jetzt stehen die Daten zur Auslegung der Unterlagen zum Kohlekraftwerk Dow fest

Umweltverbände mobilisieren Kampagne: Unterschriften, Einzel- und Sammeleinwendungen gegen das Kohlekraftwerk der DOW
Ab Montag, den 25.2.2013 werden die Unterlagen öffentlich ausgelegt. Zum Auftakt findet um 11.00 Uhr auf dem Dabelow-Platz (vor dem Stader Rathaus) eine Aktion statt, bei der auch Greenpeace dabei ist.
„Toll wäre, wenn möglichst viele Leute kommen, möglichst schwarz angezogen“, ruft die BUND-Kreisgruppe auf und schlägt auch vor: „Wer mag, sollte sein Gesicht auch etwas schwarz geschminkt haben.“

Von 10.00 bis 13.00 Uhr sind Stände zum Sammeln von Unterschriften an den folgenden Samstagen 2. März, 9. März, 16. März und 23. März in der Stader Altstadt geplant (entweder am Dabelow-Platz oder Pferdemarkt/ Ecke Sattelmacherstrasse.
Weitere Einzelheiten zum Fahrplan für Erneuerbare Energien und gegen Kohlekraft finden Sie
hier »

16. Februar 2013

Dow-Kohlekraftwerk: CO2-Ausstoß 11 x mehr als die gesamte Stadt Stade emittiert

In dem Bericht zur Auftaktveranstaltung der Stadt Stade für ein Klimaschutzkonzept erscheint kein Wort über die von mehreren Teilnehmern dargestellte Problematik, dass die Stadt sich mit ihren Bürgerinnen und Bürgern bemühen will, den CO2 Ausstoß  von insgesamt ca. 450 000 Tonnen im Jahr zu reduzieren,  gleichzeitig aber die Fa. DOW Chemical ein Kohlekraftwerk plant mit einem beantragten CO2 Ausstoß von über 5 Mio. Tonnen im Jahr.

Also ein Ausstoß von ca.11 x mehr C02  als die gesamte  Stadt Stade emittiert. Diese Dimension  ist so gewaltig, dass nüchtern betrachtet jede städtische Aktivität zur CO2 Reduktion wie ein „Tropfen auf den heißen Stein“, also eigentlich  unsinnig wäre. Eine korrekte Berichterstattung hätte diesen elementaren Widerspruch erwähnen müssen.

Trotzdem halte ich die mit einem städtischen Klimaschutzkonzept verbundenen   Maßnahmen für notwendig, weil Klimaschutz auf jeder Ebene dringend notwendig ist. In dem Jubelartikel über die Dow auf der selben Seite  wird das DOW Kohlekraftwerk – völlig unkritisch - als supermodern dargestellt. Ein fossiles Kraftwerk auf Kohlebasis  ist per se nicht modern und innovativ sondern hoch klimaschädlich.  Etwas Wasserstoff und Biomasse sind dann nur –offensichtlich gut vermarktete - Deko. „Wir können jederzeit Kohle durch Gas ersetzen – wenn es wirtschaftlich ist “, wird versprochen. Aber gerade bei einem Kohlkraftwerk sind die anfänglichen Investitionskosten hoch.
Die DOW sollte von vornherein auf ein Gaskraftwerk setzen, das dann in ein wirklich zukunftsweisendes Konzept mit überschüssigem Strom aus Windkraft und Wasserstofftechnologie eingebunden werden könnte. Dann würde sich die DOW als innovatives und verantwortungsbewusstes Unternehmen zeigen  , mit Kohle wird sie eine CO2- Dreckschleuder werden. Die (Lokal)Politik sollte im Rahmen ihrer Gesamtverantwortung diesen Weg einfordern, statt sich allein den betriebswirtschaftlichen Erwägungen eines Unternehmens unterzuordnen.

Silke Hemke
(BUND
KG Stade)

11. Februar 2013

NEIN ZUM KOHLEKRAFTWERK IN STADE! JA ZUR SICHEREN UND ZUKUNFTSFÄHIGEN STROMPRODUKTION – DOW MUSS ENERGIEWENDE-PARTNER WERDEN!

Überdimensioniertes, umwelt- und klimaschädliches Großkraftwerk
Das Chemieunternehmen DOW plant auf seinem Werksgelände im niedersächsischen Stade den Bau eines riesigen Steinkohlekraftwerks, das vorrangig den Energiebedarf der Chemieproduktion decken soll. Der Steinkohlemonoblock würde das Klima jedes Jahr mit mehr als 5 Millionen Tonnen CO2 belasten und ist für den Strom- und Dampfbedarf des Chemiewerks überdimensioniert.

DOW stellt den geplanten Steinkohleblock als „hocheffizientes, modernes Industriekraftwerk“ mit flexiblem Brennstoffeinsatz dar. Fakt ist: pro Stunde soll das „Kombi-Kraftwerk“ bis zu 290 Tonnen Steinkohle verfeuern, aber nur maximal 6 Tonnen Wasserstoff!  

Von wegen effizient!
Der geplante Kraftwerksbock ist kein Deut besser als andere in Bau befindliche Steinkohlemeiler: der vermeintlich hohe Gesamtwirkungsgrad (bis zu 60 %) wurde auch bei vergleichbaren Projekten prognostiziert und von Gaskraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung bei weitem übertroffen. Hinzu kommt: durch effizientere Produktionsverfahren (z.B. Sauerstoffverzehrkathoden (SVK) bei der Chlorelektrolyse) ließe sich bei DOW der  Strombedarf am Standort um 15 bis 30 % reduzieren.

Unterschreiben Sie gegen das Klimakiller-Kohlekraftwerk von Dow!
Helfen Sie mit zu verhindern, dass in Stade ein klimaschädliches und rückwärtsgewandtes Steinkohlekraftwerk gebaut wird. Senden Sie mit Ihrer Unterschrift ein klares Signal an die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker in Stade, dass sich Stade nicht länger dem Klimaschutz widersetzen darf! Energiewende und Klimaschutz bedingen einander und werden nur gelingen, wenn alle einen aktiven Beitrag dazu leisten!

Hier finden Sie den Flyer mit Unterschriftenliste.
Bitte schicken Sie die Stellungnahmen
spätestens bis zum 29.02.2013
an den BUND Stade, Am Bohrfeld 8,
21684 Stade

19. Januar 2013

Kohlekraftwerk in Stade wird jetzt konkret! Der richtige Weg ist ohne Kohlekraft

Jedes neue Kohlekraftwerk blockiert die Energiewende

Am Donnerstag den 24. Januar um 16.00 Uhr wird der Bebauungsplan für das DOW Kohlekraftwerk im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltfragen behandelt und
Am Montag den 4.Februar im 18.00 Uhr  soll dieser Bebauungsplan dann im Rat verabschiedet werden.
Kommt möglichst zahlreich zu den Sitzungen, damit wir zeigen können, dass wir mit dieser Planung nicht einverstanden sind.
Jeweils ca. ½ Stunden vor den Sitzungen werden wir vor dem Rathaus mit einem großen Banner stehen, um unseren Protest auszudrücken. Es wäre schön, wenn wir mit möglichst vielen Menschen  dort versammelt sind.

Danach wird der Bebauungsplan für 4 Wochen öffentlich im Rathaus ausgelegt und alle können dazu ihre Einwendungen schreiben. Wir bereiten Sammeleinwendungen vor und einen Einwendungsgenerator (Infos dazu gibt es dann noch) . Wir werden viele Helfer/innen brauchen für die Verteilung und für Informationsstände in der Stadt.
Wer helfen kann meldet sich bitte bei:
BUND Tel.: 04141-63333 (Mo-Do 14.00-17.00) oder per mail: kontakt[ät]BUND.Stade.net
oder
BI Stade-Altes Land (Meyer. Tel.: 04141-65147)

Bitte verbreitet die Daten für die Sitzungen und die Einwendungen in eurem privaten Umfeld weiter.  

5. September 2012

Kohlekraftwerke sind "Out"

Mit Genugtuung nimmt die BUND Kreisgruppe Stade die Erklärung von  E.on zur Kenntnis, dass der Konzern keine neuen fossilen Kraftwerke mehr bauen will, weil sie offensichtlich nicht mehr gebraucht werden.
Die Umweltverbände hatten schon vor längerer Zeit nachgewiesen, dass neue Kohlekraftwerke heute nicht mehr  notwendig  sind. Gestützt wird diese Aussage auch vom Umweltbundesamt (s. Stader Tageblatt v. 7.6.12).
Silke Hemke vom Vorstand des BUND Stade bedauert allerdings, dass die Entscheidung allein aus wirtschaftlichen Gründen gefällt wurde. „Klimaschutz sollte auch in großen Unternehmen heute ein entscheidendes Kriterium sein für unternehmerisches Handeln.

Insbesondere Kohlekraftwerke sind  mit ihren enormen CO2 Emissionen von ca.  5 Mio Tonnen pro Kraftwerk  in unserer Zeit des Klimawandels nicht mehr verantwortbar.“ „Wir hoffen sehr, dass sich auch die DOW Chemical in Stade ihrer Verantwortung  für unser Klima endlich bewusst wird und Abstand nimmt von ihrem geplanten Kohlekraftwerk, auch wenn dieses etwas innovativ `aufgepeppt` sein wird. Neue Kohlekraftwerke sind heute absolut out und eines modernen und verantwortungsbewussten Unternehmens unwürdig,“ fügt sie hinzu.

16. April 2012

Stade darf nicht das schmutzige Schlusslicht bleiben

Foto: Hebbie / Pixelio.de

Überall in der Bundesrepublik werden die Planungen für neue Kohlekraftwerke  auch aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben. Auch auf einer gut besuchten Podiumsdiskussion in der letzten Woche in Brunsbüttel mit den Spitzenvertretern der Parteien sprachen sich alle Vertreter gegen die dortigen Kohlekraftwerksplanungen aus, obwohl die planungsrechtlichen Voraussetzungen für zumindest ein Kraftwerk schon weit gediehen sind.

Allein in Stade wird die CO2 -  Fahne der Kohlekraftwerke noch hochgehalten „ Es ist nicht nachzuvollziehen, dass sich die Stadt Stade, die  sich z.B. mit der CFK - Technik bei Airbus als Standort für Zukunftstechnologie darstellt, für die fossile Dinosauriertechnik der Kohlekraft bei DOW Chemical stark macht“, sagt Silke Hemke vom BUND Stade. Und Adolf Meyer von der BI Stade – Altes Land fügt hinzu, „ dass die beiden großen Konzerne E.on und Dow Chemical mit ihren Kohlekraftwerken Stade für die nächsten 40-50 Jahre zum Innbegriff für Klimaverschmutzung und veraltete Technologie machen werden. Da hilft es auch nicht, dass die DOW ihr Kraftwerk als Innovation darstellen möchte, weil sie auch Wasserstoff als Brennstoff benutzen wird.

Es bleibt letztlich doch zu über 80% ein schmutziges, stark umweltschädigendes Kohlekraftwerk." Schleswig-Holstein stellt sich heute durch seine Windenergieleistungen stolz als Energie-Exportland dar. Niedersachsen hat ein ähnliches Potential. Auch die Wasserstofftechnologie mag in naher Zukunft große Chancen haben und damit auch Stade und Dow Chemical. Aber neue Kohlekraftwerke mit hoher Umweltbelastung passen nicht mehr in die Zeit. Die CO2 -  Fahne sollte endlich auch in Stade  eingeholt werden. Statt Schlusslicht mit Kohlekraft zu sein, sollten in Stade die Weichen für die Zukunft gestellt werden!

22. Februar 2012

BUND: Kein Netzausbau für Steinzeittechnologien!

Bürger und Umweltverbände stellen sich gegen neue Stromtrassefür geplantes E.on-Kohlekraftwerk
Am Mittwoch den 22.2. und Donnerstag den 23.2 findet im Rathaus in Stade der Erörterungstermin für eine Kraftwerksanschlussleitung (380 kV) von Stade nach Dollern statt. Diese neue Trasse soll allein dem Netzanschluss des geplanten Kohlekraftwerks von E.on dienen. „Kohlekraftwerke sind CO2 Schleudern. Sie verschärfen den Klimawandel über viele Jahrzehnte und behindern die dringend notwendige Energiewende.

Die BI und der BUND unterstützen den Ausbau neuer Stromtrassen, wenn sie der Erschließung und Verteilung  erneuerbarer Energien dienen, aber dieser Trasse stellen wir uns entgegen!

Die großen Stromkonzerne müssen endlich weg von ihren rückwärtsgewandten Planungen und sich den Herausforderungen der Zukunft stellen. Weder die Risikotechnologie Atomkraft noch klimaschädliche Kohlekraftwerke sind zukunftsfähig.
BI und BUND betonen, dass für eine Übergangszeit allenfalls hocheffiziente Gaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung noch sinnvoll sind. Der Energieerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse gehört die Zukunft.

Mit unserer Aktion heute drücken wir unseren Protest gegen diese rückwärtsgewandten Planungen von E.on   zu Beginn des Erörterungstermins für die privaten Einwender aus.

Silke Hemke                                                                             Adolf Meyer
(BUND KG Stade)                                                                 ( BI Stade-Altes Land

(ViSP: Silke Hemke, BUND KG Stade, Am Bohrfeld 8. 21684 Stade)

20. Oktober 2011

Aktuelle Studie belegt: Backup-Gaskraftwerke sichern Energiewende

Foto: Hebbie (Pixelio.de)

Neue Kohlekraftwerke zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit nicht erforderlich / Geplante Braunkohlekraftwerke von RWE und Mibrag gefährden Systemstabilität
Berlin, 17.10.2011. Neue Kohlekraftwerke sind auch nach dem im Sommer beschlossenen Atomausstieg zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit nicht notwendig. Für den Übergang in das regenerative Zeitalter kann der Bedarf an zusätzlichen fossilen Kraftwerken vollständig durch den Neubau von Gaskraftwerken gedeckt werden. Das ist das Ergebnis einer von der klima-allianz deutschland beim arrhenius Institut für Energie- und Klimapolitik in Auftrag gegebenen Studie zur künftigen Rolle von Gaskraftwerken in Deutschland, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

Nach der im Sommer 2011 beschlossenen Rücknahme der Laufzeitverlängerung und der sofortigen Stilllegung von acht Atomkraftwerken meldeten und melden sich einschlägige Stimmen aus Politik und Energiewirtschaft zu Wort, die den Neubau von Kohlekraftwerken zum unverzichtbaren Ersatz für den wegfallenden Atomstrom ausrufen wollen. Nur mit neuen Kohlekraftwerken könne die Versorgungssicherheit gewährleistet werden. Die Studie des arrhenius Instituts widerlegt diese rückwärtsgewandte energiepolitische Debatte eindrucksvoll. Der Bedarf an zusätzlichen Backup-Kraftwerken kann für die Übergangszeit ins regenerative Zeitalter vollständig durch flexible und hochmoderne Gaskraftwerke gedeckt werden, sagt Dr. Cornelia Ziehm, Leiterin Klimaschutz und Energiewende der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und Sprecherin der klima-allianz deutschland. Für neue, unflexible Kohlekraftwerke gibt es dagegen in einem Stromsystem mit einem stetig zunehmenden Anteil erneuerbarer Energien keinen Platz mehr, so Ziehm weiter.

Bis 2030 besteht trotz des Atomausstiegs und der Stilllegung alter Kohlekraftwerke ein überschaubarer Bedarf an zusätzlicher Gaskraftwerks-Leistung. In den nächsten 10 Jahren werden 3 Gigawatt (GW) zusätzlicher Kapazität benötigt, um die Abdeckung der maximalen Last jederzeit sicherzustellen. In den folgenden 5 Jahren müssen dann 5 bis 10 GW zugebaut werden, je nachdem, wie hoch der Anteil des Imports von Strom aus erneuerbaren Energien ist, der als gesichert angesehen wird. Mittelfristig, d.h. bis 2030, besteht ein Bedarf von knapp 7 GW zusätzlicher Leistung. Ohne Import steigt dieser Bedarf auf mehr als 11 GW, fasst Dr. Sven Bode, Geschäftsführer und Head of Research des arrhenius Instituts für Energie- und Klimapolitik, die Ergebnisse der Studie zusammen. Gaskraftwerke sind die beste und kostengünstigste Option, um den Backup für die Stromerzeugung auf dem Weg zu 100 Prozent erneuerbaren Energien sicherzustellen.

Nach Ansicht des Energieexperten sei es entscheidend für Investoren zu verstehen, dass Gaskraftwerke die Ergänzung der erneuerbaren Energien bilden und nicht umgekehrt. Sie sollten immer dann betrieben werden, wenn Strom aus Windkraft und Photovoltaik nicht zur Verfügung steht.

Derzeit ist bereits eine Vielzahl von Gaskraftwerken entweder bereits im Bau oder in der Planung. Nach Auffassung von Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung und Sprecher der klima-allianz deutschland, sei der benötigte Zubau an Gaskraftwerken vor diesem Hintergrund realisierbar, auch wenn nicht alle gegenwärtig in Planung befindlichen Gaskraftwerke gebaut werden sollten. Dies gelte erst recht, weil die Autoren der Studie bei der Bedarfsanalyse sehr konservative Annahmen zugrunde gelegt haben. Eine ernste Gefahr für die Systemstabilität geht nicht von fehlenden Kohlekraftwerks-Kapazitäten aus sondern im Gegenteil von zu vielen neu gebauten Kohlemeilern, warnt Maier. Wir stellen mit großer Besorgnis fest, dass mit RWE und der Mibrag zwei Braunkohleverstromer in Deutschland ihre Planungen für zusätzliche inflexible und klimaschädliche Braunkohlekraftwerke aktuell weiter forcieren. Dies ist nicht nur unter klimapolitischer Sicht ein Weg in die Steinzeit sondern gefährdet auch die Energiewende. Das erklärte Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2050 nahezu vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen. Mit dem weiteren Neubau von Braunkohlekraftwerken wird dieser Weg verbaut.

Die Studie steht Ihnen zum Download zur Verfügung unter: http://www.die-klima-allianz.de/wp-content/uploads/2011/10/Klima-Allianz-Studie-Gaskraftwerke-Okt-2011.pdf

Svante Arrhenius, schwedischer Forscher und Nobelpreisträger, sagte bereits 1896 einen anthropogenen Klimawandel voraus. Das nach ihm benannte Institut ist ein unabhängiger Think Tank, der Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft zu Fragen der Energie- und Klimapolitik berät (www.arrhenius.de).

Die klima-allianz deutschland ist das breite gesellschaftliche Bündnis für mehr Klimaschutz von mehr als 110 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen. Alle Informationen unter www.klima-allianz.de

Pressekontakte:

Daniela Setton

klima-allianz deutschland

T. 030-678177571

0179-7102094

setton@klima-allianz.de

www.klima-allianz.de

Silke Hemke

BUND KG Stade
Tel: 04141-6333
       01776451163
hkh@bund.stade.net

26. August 2011

Parteienübergreifender Konsens: Energiewende in Stade muss kommen!

Vollbesetzer Saal
Im vollbesetzen Saal fand gestern Abend im Stadeum eine hochkarätige Diskussionsrunde zum Thema „Energiewende in Stade“ statt. Neben den beiden Bürgermeisterkandidatinnen Silvia Nieber (SPD) und Kristina Kilian-Klinge (CDU) nahmen Vertreter von CDU, SPD, Grünen, FDP, Wählergemeinschaft Stade sowie der Linken an der Veranstaltung teil, die im Rahmen der neuen Kampagne „Stade zukunftsfähig!“ organisiert wurde.
Die Veranstalter freuen sich sehr über die außerordentlich starke Resonanz. Mit über 150 Zuschauern war der Saal voll besetzt.
Silke Hemke, Vorstandsmitglied des BUND Stade, wertet die Veranstaltung als vollen Erfolg. „Mit der Diskussionsrunde haben wir unser Ziel erreicht, dem Zukunftsthema Energiewende in Stade mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Alle Politiker sprachen sich dafür aus, die Chancen der Energiewende in Stade zu nutzen. Entscheidend ist jetzt die konkrete Ausgestaltung.“ 

Klare Analyse für Klimaschutz und Energiewende
Weitgehender Konsens herrschte auf dem Podium darüber, dass für den weiteren Diskussionsprozess in Stade eine Bestandsaufnahme hilfreich ist. Daniela Setton, Energieexpertin bei der klima-allianz deutschland betont: „Um zu wissen, welche Potentiale es hier in Stade gibt, müssen jetzt endlich Zahlen und Fakten auf den Tisch. Erfahrungen aus anderen Kommunen und Regionen zeigen, dass ein ambitioniertes Vorgehen in Sachen Energiewende und Klimaschutz  klare Analyse, politische Konzepte und Zielvorgaben benötigt. Diese müssen überprüfbar sein.“

Kohlekraftwerksplanung kontroverse Diskussion
Erwartungsgemäß kontrovers wurden die Kohlekraftwerksplanungen in Stade diskutiert. Die Vertreter der Grünen und Linken sprachen sich aus Gründen des Klimaschutzes grundsätzlich gegen den Neubau von Kohlekraftwerken aus. Sie befürworteten stattdessen die Nutzung von hocheffizienten und flexiblen Gaskraftwerken. Die Vertreter der anderen Parteien und die beiden Bürgermeisterkandidatinnen erklärten ihre Unterstützung für die Kohlekraftwerkspläne der Dow.

Alle Parteien: Klimaschutzkonzept wichtiges Signal
Alle Politikerinnen und Politiker werteten das Klimaschutzkonzept, das am kommenden Montag im Stadtrat verabschiedet wird, als ein wichtiges Signal. „Wir begrüßen diesen Schritt. Aber für uns ist klar, ein Klimaschutzkonzept kann nur erfolgreich sein ohne neue Kohlekraftwerke.“  betont Adolf Meyer, Sprecher der Bürgerinitiative Stade – Altes Land. „Wir haben den Eindruck, dass die Politiker sich gezwungen sehen, den betriebswirtschaftlichen Interessen eines einzelnen Unternehmens den Vorrang vor Klimaschutz und Energiewende zu geben. Natürlich geht es darum, die energieintensiven Industrien kostengünstig mit Strom und Dampf zu versorgen. Aber das muss im Einklang mit Klimaschutz und Energiewende geschehen.“  fordert Meyer. 
Ingrid Meyer-Schmeling, Sprecherin der Bürgerinitiative Stade - Altes Land, betonte: „Wir finden gut, dass beide Bürgermeisterkandidatinnen ankündigten, im Falle ihrer Wahl eine stärkere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Energiewende zu ermöglichen. Wir setzen darauf, dass dem auch Taten folgen.“

Weitere Informationen zur Kampagne sowie die kurzen Positionen der Parteien zur Energiewende finden Sie unter www.stade-zukunftsfaehig.de
Pressekontakte:
Ingrid Meyer-Schmeling, BI Stade-Altes Land, 04141-792450, ingrid.meyer-schmeling[ät]web.de
Silke Hemke, BUND Stade, 04141 / 63333, hkh[ät]bund.stade.net
Daniela Setton, klima-allianz deutschland, 0179-7102094, setton[ät]klima-allianz.de

17. April 2010

Kohlekraftwerke in Stade: Stader Umweltverbände und Bürgerinitiativen wollen Anhörung

In einem gemeinsamen Brief an Bürgermeister Rieckhof verlangen jetzt der BUND - Kreisgruppe Stade, der Naturschutzbund - Kreisverband Stade e.V, die  Bürgerinitiative Bützfleth - für eine umweltverträgliche Industrie und die Bürgerinitiative Stade-Altes Land - pro erneuerbare Energie - contra Kohlekraftwerke eine öffentliche Anhörung. Wir haben Kenntnis erhalten über die Planung der Stadtverwaltung, Aufstellungsbeschlüsse zu fassen für zwei vorhabenbezogene  Bebauungspläne betreffend das Kohlekraftwerk DOW und das Kohlekraftwerk E.ON.", mit diesen Worten beginnt das Schreiben.
Diese Aufstellungsbeschlüsse beinhalten faktisch Grundsatzbeschlüsse des Rats für die Errichtung von zwei Großkraftwerken auf Kohlebasis.
Nach Vorberatung im Fachausschuss am 22.April soll der Verwaltungsausschuss am 3.Mai abschließend entscheiden.  Wir sehen das geplante Verfahren in mehrfacher Hinsicht kritisch. Mehr »

1. Februar 2010

Ein weiterer Schritt in Richtung Klimaschutz!

Nun scheinen auch die großen Energiekonzerne langsam die Realitäten zur Kenntnis zu nehmen und stellen fest, dass die Dreckschleudern nicht mehr zukunftsfähig sind

Die BUND Kreisgruppe Stade hat großen Anlass zur Freude: Die Kohle-kraftwerkspläne von Electrabel/GDF Suez sind in Stade gescheitert. In Niedersachsen waren Anfang 2009 noch 7 Kohlemeiler im Bau oder in Planung. Im Verlauf des Jahres wurden die Vorhaben in Dörpen und in Emden von den Investoren aufgegeben. Heute hat GDF Suez den Rückzug aus Stade bekannt gegeben, wo noch zwei weitere Projekte in Planung sind. Das Vorhaben eines 800 MW-Kohlemeilers sei, so GDF Suez, wegen des voraussichtlichen hohen Aufwandes unrentabel, der zur Einhaltung von Lärmgrenzwerten und für das Kühlwassermanagement unumgänglich wäre.
Aus Sicht des BUND sind zwei Punkte entscheidend gewesen:
1.    Die erfolgreiche Klage vor dem OVG Lüneburg
2.    Das stärkere Gewicht des Naturschutzes

Die Pressemitteilung der Kreisgruppe Stade des Bund zum Herunterladen [pdf] »

Die Pressemitteilung des BUND - Landesverband Niedersachsen zum Herunterladen [pdf] »

14. September 2009

BUND entsetzt: Frischer Wind im Norden mit Kohlekraft?

„Politik und Verwaltung sehen Stade als Energiestandort alter Prägung, an dem drei Kohlekraftwerke Strom erzeugen sollen, den keiner braucht", entrüstet sich Stefan Ott, stellvertretender Geschäftsführer des BUND Niedersachsen. Die Stader Stadtverwaltung hat ein Arbeitsprogramm "Frischer Wind im Norden" veröffentlicht. Darin bezieht sie unter dem Programmpunkt "Energiestandort Stade" zu den Kohlekraftwerken Stellung und stuft die Kraftwerke mit oberster Priorität ein und die "örtliche Einpassung und Zulässigkeit von Großkraftwerkvorhaben" sollen gefördert werden. Anschließend sind die drei Unternehmen, die Kohlekraftwerke planen, also GdF Suez, Dow und Eon, unter umzusetzenden Maßnahmen genannt.
Stefan Ott weiter: „Der Slogan des neuen Arbeitsprogramms der Stadtverwaltung "Frischer Wind im Norden" ist vor diesem Hintergrund mehr als zynisch“.
Die Stadtverwaltung lasse auf den Internetseiten der Stadt keine Zweifel aufkommen, dass sie die Kraftwerksansiedlungen schnell voranbringen wolle, ist sich Ott sicher. Würden die Kraftwerksvorhaben wie geplant umgesetzt, kämen auf Stades Bürger enorme Belastungen der Luft und der Umwelt zu, warnt Ott.

18. August 2009

Bürgerinitiativen und BUND begrüßen Bebauungsplan Kohlekraftwerke E.On

[Schwarz, Gelb, Rot im Stader Stadtrat: Einigkeit zum Bebauungsplan E.ON]

Die beiden Bürgerinitiativen und der BUND begrüßen die Entscheidung der Firma E.on, die Stadt Stade nunmehr um die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gelände an der Schwingemündung zu bitten, auf dem sie die Errichtung eines Kohlekraftwerks plant.
Als wir gemeinsam mit der Bürgerinitiative Haseldorfer Marsch „gegen massive umweltbelastende Industrie in Stade“ und dem BUND Landesverband Niedersachsen vor drei Monaten exakt die gleiche Forderung gestellt haben, ließ Herr Rieckhof uns mitteilen, dass er dafür keine Erfordernis sehe. Auch die Reaktion der Ratsfraktionen der großen Parteien ließ keine Bereitschaft erkennen, sich einem öffentlichen Diskussionsprozess über die Ansiedlung eines Kraftwerks in Stade zu stellen. Um so überraschender ist es für uns, dass nunmehr beim ersten Vorstoß der E.on in dieser Richtung alle Parteien dies als sinnvollen Verfahrensvorschlag einhellig begrüßen.
Diese plötzliche Kehrtwende des Bürgermeisters und der Ratsfraktionen der sogenannten Volksparteien innerhalb weniger Wochen zeigt, dass man offensichtlich eher gewillt ist den Worten der Industrie zu folgen, als sich mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zu beschäftigen.

Die gemeinsame Presseerklärung »

23. Juli 2009

Kohlekraftwerke: Dreckschleudern an der Elbe?

[Bald ein Bild in Stade?]

Das Bild der Stadt Stade wird sich in Zukunft gravierend verändern. Drei riesige Kohlemeiler am Elbufer werden Stade markieren, wenn es nach den gegenwärtigen Planungen geht. Dazu kommen auf der gegenüberliegenden Elbseite in Brunsbüttel drei weitere Kohlekraftwerke und in Hamburg das Kraftwerk Moorburg. Im gesamten Norddeutschen Raum, in Emden, Dörpen, Wilhelmshaven und Lubmin, sind weitere Kohlemonster geplant, in ganz Deutschland ca. 25, davon sind schon 9 genehmigt  bzw. im Bau.
Warum gerade hier?
Warum gerade jetzt so viele?
Was bedeuten diese Planungen für die Stadt Stade und das Umland?
Was sagt der Bund dazu?

Mehr dazu finden Sie hier »

Bürgerinitiativen in Stade:
Bürgerinitiative Stade - Altes Land | Pro erneuerbare Energien kontra Kohlekraftwerke: Die Website: http://www.bi-stade-altesland.de/

BI Bützfleth - Bürgerinitiative für eine umweltverträgliche Industrie: Die Website: http://www.bi-buetzfleth.de/


15. Juli 2009

BUND-KandidatInnencheck zur Bundestagswahl

Wie stehen die Direktkandidatinnen und Direktkandidaten der Parteien im Bundestag zum Atomausstieg, zum Neubau von Kohlekraftwerken, zur Gentechnik und zu ökologischen Brennpunkten in ihrem Wahlkreis? Wo können Sie Umweltschutz wählen?
Die Bundestagskandidaten im Wahklreis

Klicken sie hier:
Stade I - Rotenburg II
Cuxhaven - Stade II

1. Februar 2009

Kohlekraftwerke unter gesundheitlichen Aspekten

[Saubere Luft ist ein Grundpfeiler unserer Gesundheit / Foto: Hebbie | pixelio.de]

Saubere Luft ist ein Grundpfeiler unserer Gesundheit. Durch den Betrieb von Kohlekraftwerken kommt es zu Bodenverunreinigung und Lärmbelästigung sowie Luftverschmutzung. Zu erwähnen sind hier Schwermetalle (insbesondere Quecksilber, Blei, Arsen, Cadmium, Nickel), polyzyklische aromatische Kohlenstoffe, Dioxine, Furane, Stickoxide, Ozon und Schwefeldioxid. Quecksilber ist ein Nervengift, es reichert sich auch in der Nahrungskette an. Immerhin werden bei einem Kohlekraftwerk von 800 Megawatt ca. 600 kg Quecksilber pro Jahr freigesetzt. Je nach Kraftwerksgröße werden trotz moderner Filtertechnik pro Jahr ca. 300 Tonnen Feinstaub in die Luft geblasen.

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Steinkohlekraftwerke Stade

Ähnlich wie in Brunsbüttel soll es in Stade mehrere neue Kohlekraftwerke geben: Schon seit Jahren plant der belgische Energiekonzern Electrabel in unmittelbarer Nähe eines Wohngebiets ein Steinkohlekraftwerk, Dow Chemical wird im Verbund mit EnBW ein 900-MW-Kohlekraftwerk mit zusätzlicher Gasfeuerung bauen und auch E.on möchte hier mit einem eigenem Kraftwerk schwarze Kohle in klingende Münze verwandeln.

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2. Dezember 2008

Runder Tisch für Kohlekraftwerk lehnt die BUND-Kreisgruppe Stade ab

Stade. E-ON Kraftwerke hat die BUND-Kreisgruppe Stade zu Ihrem Kraftwerksforum eingeladen und will an einem runden Tisch Lösungen für ihre Kohlekraftwerksplanungen erarbeiten zu lassen. Der BUND Kreisgruppe Stade bleibt bei der Ablehnung eines Gesprächs, dessen Ziel es ist, mögliche Wege und Kompromisse zum Bau eines Kohlekraftwerkes aufzuzeigen. „In keiner Weise wollen wir dazu beitragen, eine Erleichterung dieses Ziels zu erreichen“, so der BUND in seinem Antwortschreiben. „Wir lehnen weiterhin jeglichen Bau von Kohlekraftwerken ab, weil die enormen CO2-Emissionen vor dem Hintergrund des schon begonnenen Klimawandels nicht zu verantworten sind. Mehr »

7. November 2008

Ein Pseudo-Dialog ist nicht gewünscht - gemeinsamer offener Brief an E.on

Stade. In einem gemeinsamen offenen Brief an E.on lehnt die BUND-Kreisgruppe mit den Bürgerinitiativen Gespräche mit IFOK ab, da aus Klimaschutzgründen kein weiteres Kohlekraftwerk zu verantworten ist. E.on hat die Firma IFOK beauftragt, ein Beratungsunternehmen der Kommunikationsbranche, die Diskussion um das Kohlekraftwerk zu begleiten. „Wir sind nicht bereit, als Garnierung der E.on-Kommunikation zu dienen, sondern an einem direkten Dialog mit E.on interessiert“, schreiben sie in der gemeinsamen Erklärung. E.on soll sich nicht hinter der Beratungsfirma IFOK verstecken, sondern sich selber direkt dem Dialog strellen, so wie es doch in der Podiumsdiskussion am 28. August 2008 im Hollerner Hof vielversprechend begonnen hat. Mehr »

20. Juni 2008

Neubau von Großkraftwerken nicht nur umweltpolitisch verfehlt, sondern auch energiewirtschaftlich und technologisch für überholt

Herr Dr. Hermann Scheer, Bundestagsabgeordneter der SPD, Träger des Alternativen Nobelpreises und Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien, kam am Dienstag, 1. Juli 2008, auf Einladung des BUND nach Stade
Stade. Dr. Scheer sprach im Königsmarcksaal des Stader Rathauses zum Thema „Stromversorgung ohne Großkraftwerke“. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Monika Niemeyer, Organisatorin der Veranstaltung, freute sich sehr, dass der Träger des Alternativen Nobelpreises Dr. Scheer die Einladung des BUND annahm.
Dr. Scheer hält den Neubau von Großkraftwerken nicht nur umweltpolitisch für verfehlt, sondern auch energiewirtschaftlich und technologisch für überholt. Er zeigte in seinem Vortrag auf, dass angesichts des umfassenden natürlichen Potentials erneuerbarer Energien, der sprunghaften technologischen Entwicklung für dezentrale Energieversorgung und der weltweiten Preissteigerungen für fossile Brennstoffe der Ausbau erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung massiv beschleunigt und ausgeweitet werden kann. „Jede Investition in neue Großkraftwerke, die 40 Jahre Laufzeit beansprucht, droht zur Investitionsruine zu werden“, so Dr. Scheer am Abend.

7. Juni 2008

Electrabel-Gutachten offenbaren massive Mängel im Erörterungstermin Kohlekraftwerk Stade-Bützfleth.

BI-Bützfleth und BUND fordern Überarbeitung und Neuauslegung
Stade. Massive fachliche und methodische Mängel in den Planunterlagen haben sich nach Einschätzung der Bürgerinitiative Bützfleth und der Landesverbände Niedersachsen und Hamburg des BUND im Verlauf des viertägigen Erörterungstermins (vom Montag, d. 2. Juni bis Donnerstag, d. 5. Juni 2008) nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) zum geplanten Bau des Kohlekraftwerkes der Firma Electrabel am Standort Stade-Bützfleth offenbart. Das geplante Kraftwerk an der Elbe ist aus Sicht des BUND ein gigantischer Klimakiller. Die Energieeffizienz ist nicht Stand der Technik, da keine Kraftwärmekopplung vorgesehen ist. „Dass nun auch bei den entscheidenden Fragen der Umweltverträglichkeit des Kraftwerkes massive Kenntnislücken auftauchen, belegt, dass sich das Unternehmen Electrabel weder um den Klimaschutz sorgt, noch den Schutz der Elbe und der Anwohner ernst nimmt“, so Monika Niemeyer von der BUND-Kreisgruppe in Stade.

29. April 2008

BUND und NABU: Stader Appell - Neubau von Kohlekraftwerken ist unvereinbar mit unserer Verantwortung für den Klimaschutz. Offener Brief an den Bürgermeister

Stade.  Die BUND-Kreisgruppe und der NABU Kreisverband Stade sind in großer Sorge um die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.
Wir haben mit Bestürzung bei der Einwohnerversammlung in Stade-Bützfleth vernommen, dass für die Genehmigung eines Kohlekraftwerks Aspekte des Klimaschutzes praktisch keine Rolle spielen. Hinsichtlich der Schadstoffemissionen wurde deutlich, dass an dem Standort Stade drei und mehr Kohlekraftwerke möglich sind. Auch die Ökologie der Elbe hat bei dem Genehmigungsverfahren kaum eine Bedeutung. Wir vertreten gemeinsam mit vielen Fachleuten die Auffassung, dass der Neubau von Kohlekraftwerken unvereinbar ist mit unserer Verantwortung für den Klimaschutz. Wir weisen entschieden die interessengebundenen und anders lautenden Behauptungen der Firma Electrabel zurück. Mehr »

22. März 2008

Es gibt keine „Stromlücke“ - Der BUND legt Klimafakten vor

Es gibt keine „Stromlücke“ … wenn riskante Atomkraftwerke abgeschaltet und keine neuen klimaschädlichen Kohlekraftwerke gebaut werden. Worum geht es? Die großen Energiekonzerne in Deutschland setzen weiter auf die Technik von gestern: Sie wollen die Laufzeiten ausgerechnet der ältesten und gefährlichsten Atomkraftwerke verlängern und planen den Neubau von über 25 klimaschädlichen Kohlekraftwerken. Damit wollen sie ihre Marktmacht, die auf großen zentralen Kraftwerken basiert, zementieren. Der BUND ist der Auffassung, dass aus Sicherheitsgründen schnell aus der Atomkraft ausgestiegen werden muss und der AKW-Strom problemlos von den erneuerbaren Energien ersetzt werden kann. Die geplanten neuen Kohlekraftwerke machen mittelfristig Klimaschutz in Deutschland unmöglich und führen auch kurzfristig zu einem Anstieg der Klimagase. Mehr »

22. März 2008

Kohlekraftwerke sind klimapolitisch nicht hinnehmbar

Wischhafen.  Bündnis norddeutscher Bürgerinitiativen der geplanten Kohlekraftwerksstandorte trafen sich in Wischhafen (Landkreis Stade).
„Die ungezügelten Pläne zum Bau zahlreicher Kohlekraftwerke sind klimapolitisch nicht hinnehmbar. Alle Bemühungen der Betreiber, Kohlekraftwerke schön zu reden, sind unredlich“, das ist einhellige Meinung des Bündnisses norddeutscher Bürgerinitiativen gegen Kohlekraftwerke. Am Samstag trafen sich im Landgasthof Sieb, Wischhafen-Wolfsbrucher Moor (Landkreis Stade) erneut an die 20 Vertreter von Bürgerinitiativen aus allen potentiellen Standorten neuer Kohlekraftwerke an der Nordseeküste. Trotz Sturmtief „Emma“ ließen sich die Teilnehmer nicht davon abhalten, von Hamburg-Moorburg über Brunsbüttel bis Dörpen (Landkreis Emsland) in den Landkreis Stade zu reisen. rksprojekt im Emsland und zeigte, dass eine große Zahl von Bürgern vor Ort Kohlekraftwerke ablehnen. Mehr »



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