Umwelt schützen. Natur bewahren: Der BUND - Kreisgruppe Stade

Die Kreisgruppe BUND Stade (Bund für Umwelt und Naturschutz) setzt sich ein für den Schutz unserer Natur und Umwelt – damit die Erde für alle, die auf ihr leben, bewohnbar bleibt.
Nach Aussagen vieler Politiker und Mitarbeiter der Verwaltungen im Landkreis Stade sind wir der wichtigste Ansprechpartner für alle Fragen des Natur- und Umweltschutzes. Diese Bewertung kommt nicht von allein, sondern bedeutet, dass die Mitglieder und Aktiven des BUND Stade über Jahre eine kritische aber konstruktive sachliche und fachlich kompetente Arbeit geleistet haben
Wir engagieren uns – zum Beispiel – für eine ökologische Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel ohne Gentechnik, für den Klimaschutz und den Ausbau regenerativer Energien, gegen die Kohlekraftwerke in Stade und anderswo, für den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers.

Der BUND ist die größte deutsche Umweltorganisation. Mehr als 200.000 Menschen haben sich ihm bereits angeschlossen, um die Arbeit für den Schutz der Natur und die Sicherung einer lebenswerten Umwelt zu unterstützen. Doch die Zahl derjenigen, die ihr Vertrauen - statt in die Politik - lieber in einen kompetenten, schlagkräftigen Umweltverband setzen möchten, dürfte noch erheblich größer sein.

In Niedersachsen hat der BUND ca. 20.000 Mitglieder und Förderer, im Landkreis Stade etwa 670 Mitglieder und Förderer.

Infostand des BUND; Bund-Aktive beim Schmetterlinge Zählen (Foto: BUND-Gruppe Norderney); Demonstration gegen des Klimawandel

BUND-Abfallkonzept 2000

Der BUND hat sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema Abfall/Müll auseinandergesetzt. So konnte der BUND Stade eine ökologisch unsinnige Müllverbrennung in Stade verhindern. Durch den ständigen Dialog mit dem Landkreis hat der BUND erreicht, dass seine Forderungen, die noch 1988 als Utopie galten, zum großen Teil in dem vom Kreistag beschlossenen Abfallwirtschaftsprogramm wiederzufinden sind. Als Anerkennung bekamen wir für unsere Vorschläge, zusammengefasst als "BUND-Abfallkonzept 2000", 1994 zwei Umweltpreise, einen vom Landkreis Stade und einen von der Versicherung versiko (bundesweit ausgeschrieben).

Elbschutz

Der BUND fordert die seit Jahrzehnten von Politikern immer wieder versprochene "Ökologische Sanierung des Unterelberaumes". Hierzu gehören ein großräumig zusammenhängendes Schutzgebietsystem und Renaturierungsmaßnahmen am Elbufer mit teilweiser Zurücknahme von Deichen unter Beachtung der lebensnotwendigen Deichsicherheit (Hochwasser-Schutzkonzept). Ebenso fordern wir ein Konzept, das eine umweltverträgliche Landwirtschaft und die entsprechenden Arbeitsplätze sichern soll.

Naturschutz/Feuchtwiesenpflege

Foto: Karl-Heinz Liebisch (pixelio.de)

Der BUND Stade hat in den letzten Jahren fast 15 Hektar Feuchtwiesen im Schwingetal, im Auetal, im Steinbecktal, in der Heidbeckniederung sowie in Kammerbusch gepachtet und in eine naturnahe Pflege und Bewirtschaftung überführt.

In unseren Wiesen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten dramatische Veränderungen vollzogen. Allein in Niedersachsen gingen durch Umbruch in Acker, durch Aufforstung und Nutzungsaufgabe innerhalb von nur 20 Jahren über 2.500 km² Mähwiesen verloren. Entwässerung, Drainage und Flurbereinigung engten zusätzlich die ehemals breite Palette blütenreicher Wiesengesellschaften ein, und eine intensive Landnutzung auf dem verbliebenen Grünland führte zu einer rapiden Artenverarmung dieser ehemals so reichhaltigen Ökosysteme.

Mit unser naturnahen Pflege und Bewirtschaftung der Feuchtwiesen geben wir der Natur wieder Raum zur Entfaltung. Tiere und Pflanzen brauchen Rückzugsgebiete, in denen sie ungestört leben können. Und Menschen brauchen Orte, an denen sie Natur in Ruhe genießen und erleben können.

Noch ein Hinweis: Mehr über Projekte des BUND, bei denen der Schutz einzelner Tier- oder Pflanzenarten im Mittelpunkt steht (z.B. Rettungsnetz für die Wildkatze, Abenteuer Faltertage) erfahren Sie unter Artenschutz im Bereich Themen und Projekte.

Gentechnik

Seit 1993 existiert eine Arbeitsgemeinschaft, die sich mit den Zielen der Gentechnik und den damit verbundenen, möglichen Gefahren beschäftigt. Gentechnik wird oft vordergründig als Zukunftstechnologie zum Wohle der Menschen angepriesen, dient jedoch bei näherer Betrachtung in erster Linie den Interessen der Industrieunternehmen. Dieses hohe ökologische und ethische Risiko könnte sich leicht zu einem Roulettespiel zwischen Mensch und Umwelt entpuppen.