BUND Kreisgruppe Stade

BUND lehnt Bebauung im Wald Kaisereichen kategorisch ab!

07. November 2019 | Baumschutz

Die Hansestadt Stade plant mit dem Bebauungsplan 428/1 eine Bebauung im Wald bei der Villa Kaisereichen zu ermöglichen. Der BUND sieht darin eine Waldvernichtung, die angesichts der Diskussionen um den Schutz des Klimas nicht zugelassen werden darf und fordert eine Aufgabe der Planung.

Foto: BUND Kreisgruppe Stade

Die Hansestadt Stade plant mit dem Bebauungsplan 428/1 eine Bebauung im Wald bei der Villa Kaisereichen zu ermöglichen. Der BUND sieht darin eine Waldvernichtung, die angesichts der Diskussionen um den Schutz des Klimas nicht zugelassen werden darf und fordert eine Aufgabe der Planung.

In seiner Stellungnahme zu dem geplanten Bauvorhaben kritisiert der BUND die Bebauung als nicht vereinbar mit den Zielen für den Klimaschutz, da in einer waldarmen Region und Stadt wertvolle Waldbestände geopfert werden sollen zugunsten privater Verwertungsinteressen. „Der Eigentümer hat natürlich die Attraktivität der Lage erkannt und möchte daraus Kapital schlagen. Die öffentlichen Belange, wie der Erhalt klimawirksamer Wälder in einer waldarmen Stadt wie Stade müssen als öffentlicher Belang in diesem Fall aber über den privaten Belangen stehen,“ so Heiner Baumgarten, BUND Kreisvorsitzender. „Alle übergeordneten Planungen, wie der Landschaftsrahmenplan des Landkreises von 2014 bewerten das Plangebiet mit einer sehr hohen Bedeutung für den Biotop- und Artenschutz und zentrale Bedeutung für den Waldbiotopverbund, so dass die Voraussetzungen zur Ausweisung als Naturschutzgebiet gegeben sind. Wir fordern deshalb den Verzicht auf eine Bebauungsplanung und stattdessen die Einleitung eines Unterschutzstellungsverfahrens durch den Landkreis Stade“, sagt Heiner Baumgarten.

Kritisiert wird vom BUND auch die bisher wenig fachgerechte Pflege des alten und wertvollen Waldbestandes. Innerhalb des Waldes wären in Zukunft die typischen Vegetationsschichten eines Waldes wieder zu entwickeln, die durch die vergangenen Maßnahmen weitgehend zerstört wurden.
Der BUND schlägt in seiner Stellungnahme einen Flächentausch zwischen Eigentümer und Hansestadt Stade vor, der dem Investor an anderer Stelle Wohnungsbau ermöglichen könnte, wie beispielsweise im Entwicklungsgebiet Riensförde.

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