Osterfeuer: nicht Umwelt- und tierfreundlich

30. März 2018 | Umwelttipp, Säugetiere, Naturschutz

Osterfeuer darf nicht zum Scheiterhaufen für Wildtiere werden. Mit Osterfeuern wird vielerorts traditionell das erwachende Frühjahr begrüßt. Damit diese Tradition weder Tieren noch Umwelt schadet, gibt der BUND Stade jetzt Tipps.

Foto: Joanda / pixelio.de

„Einige Vogelarten wie der Zaunkönig, das Rotkehlchen und die Amsel brüten sehr gern in solchen Reisighaufen“, erklärt Monika Niemeyer von der BUND Kreisgruppe Stade. Auch andere Tiere wie Igel und Spitzmäuse machen es sich dort gemütlich. Selbst Amphibien kriechen gerne in die großen Reisighaufen und nutzen sie auf der Rückwanderung von ihrem Laichgewässer als Unterschlupf. Das Anzünden des Osterfeuers bedeutet häufig den grausamen Tod für die darin lebenden Tiere. Dabei sind die betroffenen Arten wichtige Helfer im Garten bei der Vertilgung unerwünschter oder lästiger Insekten. „Damit die Tiere nicht verbrennen, sollte der Baum- und Strauchschnitt erst kurz vor dem Abbrennen zusammengestellt oder vorsichtig, nicht mit spitzen Mistgabeln, umgeschichtet werden“, rät Niemeyer.  Dadurch bekommen die Tiere die Gelegenheit, sich in Sicherheit zu bringen und sterben keinen unbeabsichtigten und sinnlosen Feuertod.

Wer auf das Feuer ganz verzichte, schafft ganzjährige Lebensräume für die heimische Tierwelt und schont gleichzeitig die Gesundheit: Denn die erhöhten Feinstaub-Konzentrationen durch Osterfeuer sind vor allem für Menschen mit Atemwegserkrankungen belastend. Abfälle wie Haus- und Sperrmüll, lackiertes und behandeltes Holz, Reifen oder Plastik haben im Osterfeuer nichts zu suchen. Verbrannt werden darf nur der jährlich anfallende Pflanzenschnitt: gut getrockneter Baum- und Strauchschnitt sowie Reisig. Private Osterfeuer müssen übrigens bei der Feuerwehr angemeldet werden. Diese berät auch bei der Wahl des Standorts und sorgt somit für mehr Sicherheit von Mensch und Umwelt.
 

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