BUND Kreisgruppe Stade

Tag des Ehrenamtes: Arten- und Biotopschutz oft nur mit ehrenamtlicher Hilfe möglich

04. Dezember 2020 | 2020, Naturschutz

Anlässlich des Internationalen Tags des Ehrenamts am 5.12. betont der BUND Stade die wichtige Rolle ehrenamtlichen Engagements für den Naturschutz. Dazu zählt der Schutz von Tier- und Pflanzenarten, die kaum jemand kennt, aber für die Natur von großer – oft unterschätzter - Bedeutung sein können.

Foto: Ernst-August Heinemeyer

Anlässlich des Internationalen Tags des Ehrenamts am 5. Dezember betont der BUND Stade die wichtige Rolle ehrenamtlichen Engagements für den Naturschutz. Dazu zählt der Schutz von Tier- und Pflanzenarten, die kaum jemand kennt, aber für die Natur von großer – oft unterschätzter - Bedeutung sein können. „Die Arbeit des BUND lebt vom freiwilligen Engagement vieler Menschen, uns eint die Begeisterung für unsere Natur und Artenvielfalt, die es zu schützen gilt“, betont der BUND-Landes- und Kreisvorsitzende Heiner Baumgarten.

In vielen BUND-Projekten leisten Umweltinteressierte in Stade freiwillig einen wichtigen Teil der Datenaufnahme oder Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. „Ohne ehrenamtliche Hilfe wäre es z. B. nicht möglich gewesen, die alten Kirschsorten des Alten Landes zu erfassen und als Gen-Pool zu sichern und zu vermehren“, so Projektkoordinatorin Sabine Washof weiter. Die in dem Projekt entdeckten alten Sorten wurden nach der Anzucht in Baumschulen u. a. in Streuobstwiesen wieder aufgepflanzt und bereichern so die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft. In vielen Gemeinden ist dadurch das Interesse an eine Neuanlage von Streuobstwiesen geweckt worden und gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen wurden Obstbäume auf Gemeindeflächen am Rathaus oder an der Kirche neu angelegt. Auch die laufende Betreuung und Pflege – natürlich auch die Ernte als Lohn für den Einsatz – wird von Ehrenamtlichen übernommen.

Ähnliche Erfahrungen macht der BUND Stade in seinen Projekten zum Schutz von Wildbienen. So wäre das Anlegen von Blühstreifen und -hecken für Wildbienen und andere Insekten sowie Vögel ohne ehrenamtliches Engagement kaum umsetzbar gewesen. „Wir beobachten, dass immer mehr Menschen bereit sind, sich für den Schutz der Natur einzusetzen“, so Baumgarten. „Dabei geht es weniger um ein reines Informations- oder Bildungsbedürfnis, sondern vielmehr darum, selbst aktiv zu werden und einen konkreten und sichtbaren Beitrag – auch für kommende Generationen – zu leisten. Diesem Wunsch kommt der BUND gern mit vielseitigen Mitmachangeboten nach.“ Der BUND bietet auch gern seine Beratung zur Vorbereitung und Durchführung von Projekten an. Denn eines ist sicher: Jedes große und kleine Engagement für die Natur ist ein Baustein für den Erhalt der biologischen Vielfalt.


Kontakt:
Sabine Washof, Projektkoordinatorin „Streuobstwiesen“, BUND Niedersachsen/Stade,
Tel. 0177 ** 644 84 24,   E-Mail: sabine.washof[äd]nds.bund.net

Heiner Baumgarten, BUND Landes- und Kreisvorsitzender Stade,
Tel. 0151 ** 2750 7580, heiner.baumgarten[äd]t-online.de

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